„Afrokids“ von Olaolu Fajembola ist der erste „Baby- und Kinderratgeber“, der sich an Bezugspersonen von Schwarzen Kindern in Deutschland richtet. Im Buch thematisiert die Autorin spezifische alltägliche Situationen und Herausforderungen, die in anderen Ratgebern kaum angesprochen werden: so zum Beispiel Namenwahl, Mehrsprachigkeit und Umgang mit Rassismus. Olaolu Fajembola widmet sich in ihrem Buch jungen Menschen, die als Gruppe von der Ratgeberliteratur bisher unberücksichtig geblieben ist. „Diese Kinder, die Schwarze und/oder Weiße Eltern haben, brauchen informierte Eltern. Eltern, die kinderverständlich erklären können, was Rassismus ist und wie er funktioniert. Eltern, die auf die Frage: ‚Mama, machst Du mir Cornrows?‘ mit einem souveränen ‚Ja!‘ antworten können,…
Autor: glokal e.V.
„Peacebe and the Heartwatch“ ist eine Buchreihe von Leneen Faith, illustriert von David Campbell. Peacebe ist ein Schwarzer 6-jähriger Junge, der eine magische Uhr mit Namen Heartwatch besitzt. Mit der Hilfe von Heartwatch kann sich Peacebe verwandeln, fliegen und vieles mehr. Die Geschichten von Peacebe sind eine empowernde Lektüre für (Schwarze) Kinder, die zum Beispiel Verantwortung, Zugehörigkeit und Mitgefühl als thematische Schwerpunkte der einzelnen Bände aufgreift. Alle Bände „The adventures of Peacebe and the Heartwatch“ können hier bestellt werden.
Das Northwest Indian Applied Research Institute hat einen „Culturally Responsive Curriculum for Secondary Schools“ erarbeitet und darin u.a. einen Vergleich zwischen Native American und nicht-Native American Werten und Verhalten angestrengt.
Uticha Marmons Erzählung handelt von den Geschwistern Hannes und Tammi sowie Salim aus Syrien, die sich allmählich kennenlernen und schließlich miteinander Freundschaft schließen. Die Geschichte ist spannend und einfühlsam erzählt und bietet gute Anknüpfungspunkte, um mit Kindern ab ca. 8 Jahren Themen wie Flucht und Asyl zu besprechen. „Obwohl Hannes und seine Schwester Tammi nicht immer ein Herz und eine Seele sind, halten die Geschwister zusammen, wenn es darauf ankommt. Zum Beispiel wenn eine Geisterbahn für das Schulfest gebaut werden soll. Oder wenn der Vogeljunge plötzlich in ihrem Leben auftaucht und alles durcheinanderwirbelt. Salim heißt er und spricht kein einziges Wort…
Wie kommt es, dass in jeder beliebigen Highschool in den USA alle Schwarzen Jugendlichen in der Cafeteria an einem Tisch sitzen? Diese Frage stellt sich Beverly Daniel Tatum in seinem Buch „Why are all the Black Kids sitting together in the Cafeteria?“. Für Latinx-Jugendliche, „Asian-Pacifics“ und (in manchen Regionen) Native Americans gelte das gleiche. Das Phänome könne auch in Lehrerzimmern oder in der Mensa in Universitäten beobachtet werden. Beverly Daniel Tatum, der sich aus psycholgischer Perspektive der Frage nach Identifikation oder situativer Segregation rassialisierter Gruppen nähert, stellt fest: „We do not know how to talk about our racial differences: Whites…
Diese Vereinigung hat zum Ziel, Native Journalist*innen zu empowern, Journalismus durch Native Perspektiven zu bereichern und Native Kulturen zu fördern. Der Native American Journalists Association geht es darum, die Repräsentanz von Native Journalist*innen in den Medien zu erhöhen und dabei dafür zu sorgen, dass sowohl Mainstream- als auch Tribal-Medien die höchsten Standards in Bezug auf Professionalität, Ethik und Verantwortlichkeit erreichen.
„Deutsch sein und schwarz“ dazu ist die beeindruckende Lebensgeschichte von Theodor Michael, der 1925 in Berlin als Sohn eines Kameruners und einer Deutschen geboren wurde. „Als sein Vater nach Deutschland kam, war Kamerun noch deutsches Schutzgebiet, sprich Kolonie. Afrikaner wurden in Deutschland ganz freundlich aufgenommen. Nach dem Ersten Weltkrieg waren die Kolonien verloren und das Klima wurde deutlich unfreundlicher. Man fand, die Schwarzen sollten den Deutschen keine Arbeitsplätze wegnehmen. Aber in den sehr beliebten Völkerschauen kamen sie noch unter, die ‚Artfremden‘ mit dem ’negroiden Einschlag‘. Sogar in der Nazi-Zeit als Statisten in den äußerst beliebten Kolonialfilmen. Doch dann landeten sie…
https://vimeo.com/110312571 „Nine Days on the Roof“ dokumentiert den Refugee-Protest auf dem Dach der Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg im Juni 2014, nachdem die Verantwortlichen des Bezirkes den Befehl zur gewaltsamen Räumung ausgesprochen hatten. Der Film zeigt außerdem die Belagerungs-Situation um die Gerhart-Hauptmann Schule. In Interviews und Gesprächen berichten Refugee-Aktivist_innen über die Hintergründe des Protests und formulieren ihre Forderungen. „On the 24th of June, 2014 the district of Friedrichshain-Kreuzberg made an operation called ‚voluntary moving‘. The idea was to empty the former Gerhart-Hauptmann school, occupied by refugees since December 2012. The procedure involved over 1000 police officers and blocked the complete neighbourhood. From…
„Earth of Earth first Child walks creatively unrestricted, intuitively toward the fulfillment of their Thought…“ Die Autor*in des Blogs Black Trans Rebel sagt über sich selbst: „I am a storyteller and I do so in various ways – particularly by creating comic books, moving images, poetry, music & Fashion. My work is political. I share and process my experiences and realities as well as our stories through art in order to create visibility for our voices & perspectives which are cis-tematically silenced.“ Kunstwerke von Black Trans Rebel findet ihr auf der Webseite unter der Rubrik Artwork, die derzeit noch weiter…
Auf der Website „Vergessene Biografien – Migrant_innen und Schwarze Menschen im Nationalsozialismus“ wird an außergewöhnliche Lebenswege erinnert: türkisch-jüdische und arabische Menschen, afrikanische Kolonialmigrant_innen und Schwarze Deutsche, die während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland lebten und arbeiteten, diskriminiert und entrechtet wurden, Widerstand leisteten oder der nationalsozialistischen Verfolgung zum Opfer fielen. Die Auswahl der auf der Website vorgestellten Biografien sowie die aufwendigen Recherche-Arbeiten zum Projekt wurden gemeinsam mit Jugendlichen des preisgekrönten Jugendkulturprojektes „Vergessene Biografien“ vorgenommen. Die äußerst sehenswerte, aus dem Projekt entstandene Ausstellung kann hier ausgeliehen werden. „In Berlin lebten vor dem Zweiten Weltkrieg etwa 500 türkische Juden und Jüdinnen, von denen die…
Nur wenige Mainstream-Zeitschriften bieten unvoreingenommene Nachrichten über Native Americans. Hier sind einige Nachrichten-Webseiten des „Indian Country“ – es handelt sich aber lediglich um eine Auwahl aus Hunderten von Zeitschriften und Zeitungen: The Circle: Native American News and Arts Navajo Times Lakota Country Times West Coast Native News Indian Country News Native Times Native Peoples Magazine
„Decolonize München“ ist der Katalog zur gleichnamigen Ausstellung, die von Oktober 2013 bis Februar 2014 im Münchner Stadtmuseum zu sehen war. Er dokumentiert die für Deutschland einzigartige Ausstellung und beschäftigt sich mit den Fragen: Wie haben sich Kolonialismus und Rassismus in Münchens Stadtbild eingeschrieben? Wie wird mit den Spuren der kolonialen Vergangenheit in der Stadt umgegangen? An welchen Orten verdichten sich postkoloniale Auseinandersetzungen? Was wird debattiert, was verdrängt und verschwiegen? Wer darf sprechen über die Globalgeschichte der Stadt? Wessen Geschichten werden gehört, wessen Lebensspuren wahrgenommen? Was bedeutet Dekolonisieren heute? Im Katalog wird sich außerdem mit dem umfangreichen rassismuskritischen Begleitprogramm der…