Das Extremismusmodell

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In dieser Publikation finden sich Beiträge rund um den Begriff des “Extremismus” – von Aspekten seiner Geschichte, seinen impliziten politischen Setzungen hin zu möglichen Alternativen. Der Fokus liegt dabei auf den Kategorien “Rechts-Extremismus” und “Links-Extremismus”.  Den Herausgeber*innen vom IDA e.V. (Informations- und Dokumentatiosnzentrum für Antirassismusarbeit e.V.) geht es um eine “einen kritischen Überblick über zentrale Begriffe und Annahmen des klassischen Extremismusmodells” mit einem Fokus für die Arbeit in der Jugend-/ und Bildungsarbeit.

Auf rund einhundert Seiten beschäftigen sich Autor*innen aus den Bereichen Sozial- und Kulturwissenschaften, Antisemitismusforschung, Pädagogik sowie der außerschulischen Bildungsarbeit mit “Extremismus” – gegliedert in die Kapitel “Alternative Beschreibungen”, “Grundlagen, Kritik und Reflexion” sowie “Perspektiven für die Praxis.”

In ihrer Einleitung schreiben die Herausgeber*innen über ihren zentralen Ansatz:

“Begriffe sind Elemente von Theorien und innerhalb dieser Theorien erhalten sie ihre Bedeutung. Das heißt, dass es uns nicht um eine Verteufelung des Begriffs „Extremismus“ an sich geht, sondern darum die Gedankengebäude zu analysieren, die um diesen Begriff gebaut werden, die ihm seine Bedeutung geben und die im spezifischen Fall des klassischen Extremismusmodells problematische Voraussetzungen und Folgen haben. Dabei ist die fachliche und öffentliche Auseinandersetzung um das Extremismusmodell besonders vehement.”

Prominente Beispiele für solche “problematischen Voraussetzungen und Folgen” des “Extremismus-Begriffs” sind häufig binär strukturierte Konzepte und Begriffe wie “Links-/Rechts-extremismus” und grob vereinfachende Schaubilder wie das sog. “Hufeisen”- Modell. Welches sich in seinen Betrachtungen auf die sog. “Ränder des politischen Spektrums” konzentriert und  so eine “gesellschaftliche Mitte” konstruiert. Welche dann, so die Argumentationsrichtung der Theorie, durch die angebliche Abwesenheit von,  zum Beispiel, rassistischen und menschenverachtenden Einstellungen, gekennzeichnet sei.

Der Reader kann unter diesem Link kostenfrei heruntergeladen oder gegen eine Portogebühr bei IDA e.V. bestellt werden.

 

Philip Baron, Ansgar Drücker, Sebastian Seng (Hg.): Das Extremismusmodell. Düsseldorf: Eigenverlag 2018

 

 

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