Migration in die DDR

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“Marzahn migrantisch.”: Unter diesem Titel spricht die Sozial- und Kulturanthropologin Dr. Urmila Goel in ihrem Vortrag über (Anti-)Rassismus, Gentrifizierung und (Un-)Sichtbarkeit im öffentlichen Raum. Und über westdeutsche Perspektiven auf den Ost-Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf, über die Selbstermächtigung von Migrant*innen im Kontext struktureller Diskriminierung, vor und nach 1990.

“Von No-Go-Areas, Vertragsarbeitenden und demographischen Veränderungen“, wie der 2013 gehaltene Vortrag im Untertitel heißt, beginnt dann auch mit der Erzählung eines Stadtrundgangs durch Berlin-Marzahn Anfang der 2000er Jahre. Anlass für diesen war die Dokumentarfilreihe “ES EXPRESS” der Filmemachenden Micz Flor, Merle Kröger und Philip Scheffner. In Tour B: Einbau (Residenzstadt / Residency) führen Mitglieder und Freund*innen des anti-rassistischen Netzwerks “Kanak Attak” KünstlerInnen und AktivistInnen von Majlis und Open Circle (Bombay) von Tempelhof nach Mahrzahn:

“Entlang zentraler Begriffe wie Integration, Multikulturalismus und Säkularismus führt die Tour zur ersten repräsentativen Moschee, ins Kaufhaus Adese, durch das Neue Kreuzberger Zentrum und in die Märkische Allee, wo eine russische Ärztin lieber Brot statt Torte isst.”

Die im Rahmen dieses Rundgangs deutlich werdenden, ziemlich unterschiedlichen Perspektiven auf einige Berliner Stadtteile (z.B. Marzahn und Kreuzberg) dienen Dr. Urmila Goel dann auch als Ausgangspunkt für schlaglichtartige Gedanken, Geschichten und Denkanstöße rund um selbst erlebte, erforschte, erzählt bekommene Realitäten und Projektionen aus dem Berliner Osten.

Der Vortrag war Teil der Veranstaltungsreihe DemografieLab “Die Dritte Generation Ost und der demografische Wandel”, organisiert von Perspektive³ und dem Berlin Institut.

Weitere Texte und Vorträge von Dr. Urmila Goel aus dem Themenkomplex “Migration in die DDR” sind hier zu finden.

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