Autor: glokal e.V.

glokal e.V. ist ein Berliner Verein für machtkritische Bildungsarbeit, der seit 2006 in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung tätig ist.

„Wie viele andere humanitäre oder soziale Bewegungen hat die Hilfsindustrie versagt antirassistische Arbeit, als Teil in ihre Strategien aufzunehmen. Das ist sehr problematisch. Auf der einen Seite richten sie ihren Fokus auf die Ungleichheit zwischen Nord und Süd. Sie fokussieren ihre Arbeit auf die Ungerechtigkeit zwischen denen, die kolonisiert haben und denen die kolonisiert worden sind. Gleichzeitig basieren ihre gesamten Kampagnen auf die Förderung von kolonialen Strategien und deshalb auch auf das Aufrechterhalten von Rassismus. Und das ist absolut inkohärent. Das ist ein Widerspruch: Ungleichheit zu thematisieren aber zur gleichen Zeit durch die gesamte Arbeit Ungleichheit hervorzurufen.“ Grada Kilomba in white charity 21. März 2013 Sehr…

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Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) e.V. verurteilt zutiefst die Reaktion der taz-Redaktion auf die Ereignisse, die sich rund um die Diskussionsrunde “Meine Damen und Herren, liebe N-Wörter und Innen” auf dem taz.lab 2013 zugetragen haben. Die Veranstaltung vom Samstag, 20.04.13 endete aufgrund des respektlosen Verhaltens des Moderators und taz-Journalisten Deniz Yücel in einem Eklat. Dies war jedoch nur der Auftakt einer Reihe von Verfehlungen, die sich die Organisator_innen des taz.labs 2013 sowie die Chefredaktion der taz seitdem geleistet haben. Nicht nur, dass die unprofessionellen Ausbrüche Yücels in dem noch am selben Abend erschienenen Online-Artikel verharmlost wurden, auch die…

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Offener Brief an die Schulbuchverlage Westermann Schroedel Diesterweg Schöningh Winklers GmbH 14. November 2013 Afrikabild in Schulbüchern (Diercke Geographie 8, Westermann; Seydlitz Geographie 8, Schroedel) In letzter Zeit sind wir mehrfach von Eltern, Schülerinnen und Schülern darauf aufmerksam gemacht worden, dass in Schulbüchern zum Fach Geographie stereotype, zum Teil rassistische Bilder über Menschen afrikanischer Herkunft und den afrikanischen Kontinent vorherrschen. Schwarze Personen erscheinen hier vor allem als hilflose und passive, “sprachlose” Opfer oder sind Teil lächerlicher entmenschlichender Karikaturen. Sie werden im Schulbuch exotisiert, sexualisiert und als nicht europäisch verortet, obwohl sie ebenso Teil der deutschen Gesellschaft sind. Solche hierarchisierenden Botschaften verleiten Lehrkräfte und Schüler_innen zu unreflektiertem Gebrauch von Begrifflichkeiten…

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In diesem offenen Brief an die künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin des Heimathafen Neukölln (Berlin) wird anti-asiatischer Rassismus skandalisiert: 6. Februar 2014 Sehr geehrte Stefanie Aehnelt, da Sie die künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin des Heimathafen Neukölln (Berlin) sind, wenden wir uns heute mit einem offenen Brief an Sie. Wir haben zu unserem Entsetzen erfahren, dass bis zum 04. Februar 2014 über einen längeren Zeitraum hinweg trotz eingegangener Beschwerden der Heimathafen Neukölln im Rahmen seiner Ausstellung “I love NK” ein für asiatische Menschen unzweifelhaft verletzendes Bild gezeigt hat. Auf diesem Foto ist eine blonde weiße Frau in einem weißen Heimathafen-T-Shirt mit dem…

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Siga Mbaraga und Jasmin Badiane schrieben einen offenen Brief an den Vorstand der Refugee Law Clinic Berlin e.V. bezüglich einer geplanten Exkursion nach Eisenhüttenstadt. Berlin, 23. November 2014 Sehr geehrter Vorstand der Refugee Law Clinic Berlin e.V., sehr geehrte Damen und Herren, in der deutschlandweiten Gründung von Refugee Law Clinics (im Folgenden RLC) sehen wir widerständiges Potenzial. Vorausgehend sind die Berücksichtigung und das Verständnis der weltweit geschichtlich gewordenen Problematik, die die individuelle Mobilität in Abhängigkeit des Geburtslandes eines Menschen stellt. Mit dem Verständnis dieser gewordenen Strukturen und ihrer globalen Kräfte, die bis in die Gegenwart wirken, geht das Verständnis der…

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Offener Brief an den Präsidenten des Europäischen Parlaments und die Fraktionsvorsitzenden der Europäischen politischen Gruppen im Europäischen Parlament: ENAR und weitere Schwarze Organisationen aus ganz Europa sind sehr besorgt über die Verwendung des N-Wortes des polnischen Abgeordneten Janusz Korwin Mikke im Europäischen Parlament. Wir fordern ein kurzes, aussagekräftiges Statement vom Präsidenten des Europäischen Parlaments sowie von den Führungen der politischen Gruppen, welches die Benutzung dieses rassistischen und erniedrigen Begriffes sanktioniert. Der Zuwachs von rechten Parteien oder von Parteien, die rassistische Inhalte, Ideen und Praktiken propagieren, gefährdet die Ausübung europäischer Grundsätze wie Menschenrechte und Gleichberechtigung. Die Europäische Union ist auf eben…

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Betr.:  Stellungnahme von Dr. Philipp Lengsfeld vom 22.01.2015 bzgl. der Berliner M-Straße Sehr geehrter Herr Dr. Philipp Lengsfeld, als ich Ihre Stellungnahme bezüglich der Ansage der M-Straße durch Dieter Hallervorden im „Tagesspiegel“ gelesen habe, habe ich zuerst gedacht, Sie wären falsch zitiert worden. Ich habe dann Ihre Webseite besucht und das Original Ihrer Pressemitteilung gelesen. Zuerst eine kleine Richtigstellung: Herr Dieter Hallervorden wurde niemals von postkolonialen Aktivisten und Aktivisten der Schwarzen Community zum Verantwortlichen für den Namen M-Straße gemacht, wie Sie schreiben. Herr Hallervorden hat vor zwei Jahren die rassistische Praxis von Black Facing in seinem Theaterstück „Ich bin nicht Rappaport“…

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An die ZDF-Wetten dass…? Redaktion und Moderator Markus Lanz Schockiert über die Saalwette der Sendung in Augsburg (14.12.2013) Gesucht wurden 25 Paare, die als Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer verkleidet zu „Wetten dass…?“ kommen sollten. Dazu der Hinweis, dass: „Jim natürlich geschminkt sein soll, Schuhcreme, Kohle, was auch immer“. Bei Lukas wurde lediglich auf die Kleidung verwiesen. Es kam also weniger darauf an, eine schwarze Person nachzuempfinden, als sie eindeutig als nicht weiß zu markieren, egal wie sie aussieht. Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) ist schockiert und verurteilt den öffentlichen Aufruf zu Blackfacing, bei der es sich…

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https://www.youtube.com/watch?v=5P21AfG6SPE Die Videoproduktion „The Truth lies in Rostock“ entstand 1993 unter maßgeblicher Beteiligung von Menschen, die sich zum Zeitpunkt der rassistischen Ausschreitungen im attackierten Wohnheim befanden. Deshalb zeichnet sich die Produktion nicht nur durch einen authentischen Charakter aus, sondern versteht sich auch Jahre danach als schonungslose Kritik an einer Grundstimmung in der bundesrepublikanischen Gesellschaft, die Pogrome gegen Migrant*innen überhaupt erst möglich macht. Die Wahrheit liegt/lügt in Rostock | Mark Saunders, S. Cleary | 1993 | 78 min.

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Über das Hörstück Forgetting Rostock – Das Sonnenblumenhaus von Dan Thy Nguyen und Iraklis Panagiotopoulos (2015) wird in dieser Radiosendung von freie-radios.net berichtet. Das ausführliche Hörstück über das Pogrom in Rostock-Lichtenhagen 1992 findet sich hier.

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