Dies ist eine ausführliche Replik auf die rassistische „Rede an die Jugend Afrikas“ von Nicolas Sarkozy 2007 an der Cheikh Anta Diop Universität in Dakar, Senegal. Achille Mbembe 2007: A Critique of Nicolas Sarkozy. Nicolas Sarkozy’s Africa. In: africaResource.
Autor: glokal e.V.
Blog von Jugendliche ohne Grenzen (JOG) einem 2005 gegründeter bundesweiter Zusammenschluss von geflüchteten Jugendlichen.
Dies ist ein spannender Text über politische und aktivistische Karten im Kontext von Migration und Frontex. Kritnet 2014: Kollidierende Kartografien, migrating maps.
In dieser exemplarische Analyse werden Deutungsmuster im Hinblick auf den Inhaltsbereich „Migration“ in Lehrplänen und Schulbüchern für den politischen Unterricht in NRW unter die Lupe genommen. Annette Kammertöns 2004: Institutioneller Rassismus in Lehrplänen und Schulbüchern?. In: sowi-online.de
Die Stellungnahme „Demokratie statt Integration“ des Netzwerks kritische Migrations- und Grenzregimesforschung wurde 2010 von einem breiten Bündnis aus Organisationen und mehreren tausend Einzelpersonen unterzeichnet. Sie thematisiert den Zusammenhang zwischen Rassismus und Integration und wendet sich gegen die von Thilo Sarrazin losgetretene Integrationsdebatte.
Die Millennium Development Goals (MDG) sind zur staatlich-entwicklungspolitischen Allzweckwaffe avanciert. Ohne die drei magischen Buchstaben kann kaum ein entwicklungspolitischer Förderantrag mehr auskommen. Dabei zeigen die Ziele auch, was unter „Entwicklungszusammenarbeit“ indirekt zu verstehen ist: die vermeintliche Rettung Afrikas, staatlich sanktionierte Bevölkerungspolitik und die Verhinderung von Migration – alles Vorhaben mit kolonialer und rassistischer Tradition und mit ungewisser Zukunft. Daniel Bendix 2008: Entwicklungspolitik im Zeichen der Millennium Development Goals. Eine antirassistische Perspektive auf die deutsche EZ. In: Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag u.a. (Hrsg.): Von Trommlern und Helfern. Beiträge zu einer nicht-rassistischen entwicklungspolitischen Bildungs- und Projektarbeit. Berlin: Berlin, 26-28
Kien Nghi Ha / Markus Schmitz 2006: Das Recht nicht dermaßen integriert zu werden. Integrationspolitik und postkoloniale Kritik. In: Analyse & Kritik Nr. 508.
Die Kampagne „Integration? Nein Danke!“ der Plattform gegen Rassismus in Berlin hat sich 2009 und 2010 im Kontext der aufgeheizten Integrationsdebatte formiert. Im Archiv der Kampagnenwebseite finden sich detaillierte Forderungen sowie viele gute Texte und Analysen. „Ein Wort, das ein Angebot vortäuscht und Rassismus verschleiert. Der Begriff Integration hört sich harmlos gar positiv an, aber dahinter verbirgt sich eine systematische Politik der Ausgrenzung. Unter Androhung von Repressalien sollen sich die integrieren, die eh schon zu den Entrechteten gehören.“ (aus dem Kampagnenflyer)
Der Artikel diskutiert Toleranz als Demütigung und welches Machtverhältnis zwischen Tolerienden und Tolerierten existiert. Adrian Kreye 2014: Die Macht der Toleranten. In: Süddeutsche Zeitung.
„Mit ihrem weltweit beachteten Buch ‚Biopiraterie‘ nimmt Vandana Shiva grundlegend Stellung zum Biokolonialismus in Weiterentwicklung der 500jährigen Geschichte kolonialer Unterdrückung und greift das geltende Patentrecht auf der Basis seiner ethischen Fragwürdigkeit und der damit verbundenen heuchlerischen Position an, die die Patenteigentümer einnehmen.“ (Klappentext) Vandana Shiva 2002: Biopiraterie. Kolonialismus des 21. Jahrhunderts. Eine Einführung. Münster: Unrast
„Der Autor Anton Maegerle setzt sich in diesem Buch nicht nur mit der Kritik, sondern auch mit den Gegenentwürfen der extremen Rechten zum Globalisierungsprozess auseinander. Er stellt fest, dass diese in Sachen Globalisierung nur ‚alten Wein in neuen Schläuchen‘ offerieren: die Sehnsucht nach dem völkisch und politisch homogenen National- und Rassestaat, der sich von den kulturellen, politischen, sozialen und ökonomischen Einwirkungen aus anderen Ländern um der Bewahrung der eigenen Geschlossenheit willen weitgehend abschotten soll. Verbunden wird diese Grundauffassung mit der Ablehnung des Individualitätsprinzips und der Menschenrechte sowie chauvinistisch begründeten Antiamerikanismus und Antikapitalismus, oftmals gepaart mit Antisemitismus und Verschwörungsmythen. Rechtsextremisten beabsichtigen…
Oliver Geden beschreibt in diesem Buch ausführlich die Geschichte von rechten Umweltbewegungen und stellt einzelne Gruppen (z.B. ÖDP) oder Denkschulen (z.B. Anthroposophie) exemplarisch vor. Oliver Geden 1996: Rechte Ökologie. Umweltschutz zwischen Emanzipation und Faschismus. Berlin: Elefanten Press