NSU-Prozessurteil: Wir fordern kein Schlussstrich!

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Der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) ist eine terroristische Vereinigung, die zwischen 2000 – 2007 in Deutschland insgesamt 10 Menschen aus rassistischen Motiven ermordete. Am 11.07.2018 wurde das Gerichtsurteil im NSU-Prozess nach mehr als fünf Jahren Verhandlung verlesen: Beate Zschäpe wurde, unter Feststellung der besonderen Schwere der Schuld, wegen zehnfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Neonazi André Eminger wird wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung 2 Jahre und 6 Monate in Haft geschickt. Unter dem Jubel von Neonazis beendet Richter Manfred Götzl den NSU-Prozess.

Für die Angehörigen der Opfer, für die Nebenklageanwält_innen, für zivilgesellschaftliche Akteur_innen und für zahlreiche Menschen in Deutschland, die den rassistischen Verhältnissen ausgeliefert sind, löst dieses Urteil – wie der gesamte NSU-Prozess als juristisches und gesellschaftliches Ereignis – Empörung, Trauer und Wut aus. Die Initiative NSU-Watch schreiben in ihrer  Pressemitteilung vom 11.07.2018: „Dieses Urteil ist ein Schlag ins Gesicht für die Angehörigen der vom NSU Ermordeten und die Überlebenden des NSU-Terrors. Faruk Arslan (Mölln) gibt dazu ein kämpferisches Statement auf der -Kundgebung ab: “Wenn ihr jetzt noch denkt es ist ruhig. Seid euch gewiss: das ist es nicht. Und das ist erst der Anfang!

Analysen, Recherchen, Dokumentationen, Hintergrundmaterial und künstlerische Verarbeitung könnt ihr u.a. unter den folgenden Links finden:

Wir gedenken: Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat, Michèle Kiesewetter

 

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