Autor: glokal e.V.

glokal e.V. ist ein Berliner Verein für machtkritische Bildungsarbeit, der seit 2006 in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung tätig ist.

Im Zentrum des Sammelbandes steht das Konzept von Gerechtigkeit, das innerhalb der letzten Jahrzehnte immer wieder als euro- und androzentrischer Entwurf diskutiert worden ist. Im Buch werden queere, feministische, rassismuskritische Beiträge gebündelt, die sich mit gesetzten Gerechtigkeitsnormen und deren Wirkungen auseinandersetzen. Aus einer postkolonialen Perspektive gehen die Autor_innen der Frage nach, ob das geltende Verständnis von Gerechtigkeit die Handlungsmacht marginalisierter Gruppen tatsächlich erweitert. Die Möglichkeit, dass bestehende Machtbeziehungen zwischen denen, die „Gerechtigkeit üben“ und denen, die „Gerechtigkeit empfangen“ stattdessen stabilisiert werden, wird im Buch ausführlich diskutiert. (Siehe dazu auch die Buchbeschreibung des Verlages). María do Mar Castro Varela/Nikita Dhawan (Hrsg.)…

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Auf der Website ecoleusti („Schule Ústí“) bloggt ein Zusammenschluss deutscher Erstsprachler_innen über Zustände und Ereignisse in Ústí/Tschechien und in anderen europäischen Staaten, die als kritikwürdig empfunden werden. Den deutlichen Schwerpunkt des Blogs bildet die Berichterstattung über rassistische bzw. antiromaistische Vorgänge und politischen Aktivismus. Die Blogeinträge stammen von Autor_innen, die in der Tschechischen Republik leb(t)en und richten sich an ein interessiertes nicht-tschechischsprachigen Publikum. Unter den Kategorien „Recherchieren“, „Dokumentieren“ und „Intervenieren“ finden sich Hinweise auf Veranstaltungen und politische Aktionen, Film- und Textmaterial sowie Nachrichten. Blogeinträge zum Thema Antiromaismus sind zusätzlich nach europäischen Ländern geordnet und können dadurch zielgerichtet aufgerufen werden.

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Was bedeutet Feminismus heute? Diese Frage steht im Zentrum des kraftvollen Essay „We should all be Feminists“ von Chimamanda Ngozi Adichie, der aus ihrer gleichnamigen TED-Ansprache im Jahr 2013 hervorgegangen ist. Klug und humorvoll bietet Adichie eine einzigartige Definition eines Feminismus an, wie er im 21. Jahrhundert gebraucht wird; ein Feminismus, der in Inklusion und Bewusstsein gründet: „She shines a light not only on blatant discrimination, but also the more insidious, institutional behaviours that marginalise women around the world, in order to help readers of all walks of life better understand the often masked realities of sexual politics. Throughout, she draws…

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https://www.youtube.com/watch?v=JTN3WT4lAaY Mind the Trap (Auf deutsch: Vorsicht/Beachte die Falle) ist eine Kampagne des „Bündnisses Kritischer Kulturpraktiker_innen“. Mit einer Intervention zur Eröffnung der Fachtagung „MIND THE GAP!“ im Deutschen Theater im Jahr 2014 hat der Zusammenschluss deutliche Kritik an der Veranstaltung geübt. Durch die Aktion sei nachdrücklich auf die Lücken und „Traps“ der Tagung und deren ausschließenden Charakter hingewiesen worden. Ausschlüsse, die (eventuell) inhaltlich hätten kritisiert werden sollen, seien stattdessen reproduziert worden. Ziel des Bündnisses Kritischer Kulturpraktiker_innen ist es, „klassische Kultureinrichtungen kritisch zu ihrer Ausrichtung in Bezug auf Rassismus, Sexismus, Ableismus und andere Machtstrukturen zu befragen und Strategien zur Überwindung von…

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Texte und Collagen, die auf dem Blog migrantenstadl erschienen sind, sowie bisher unveröffentlichtes Material, präsentieren die Autor_innen nun in Buchform. „Sie sind die Stimme mitten aus der Peripherie! Das migrantenstadl geht auf die Initiative von Tunay Önder und Imad Mustafa zurück. Gesellschaftliche Vorgänge betrachten und interpretieren sie – als Angehörige des akademischen Lumpenproletariats und selbst Sprösslinge arbeitender Gäste – aus einem alternativen Blickwinkel, mit einem alternativen Erfahrungshintergrund. […] Provokative Überschriften, ehrliche Reflektionen, politische Lyrik und Dada: migrantenstadl mischt Politik, Kultur und Migration; es bietet denjenigen ein Forum, die sonst keines haben: Migranten_innen, Gastarbeiter_innen und anderen Marginalisierten. Deren Lebenswelten sind für die Autor_innen…

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Im Buch befasst sich Yasemin Shooman mit Printpublikationen, Zeitungsartikeln, Websiten und Zuschriften an muslimische Verbände, um aktuelle antimuslimische Narrative und ihre Funktionen zu untersuchen. In den Fokus nimmt sie Selbst- und Fremdbilder aber auch historische Zusammenhänge und stellt schließlich dominante Sprachbilder und Motive heraus. Ihre Analyse-Arbeit auf dem noch relativ jungen Forschungsfeld zeigt, dass eine Rassifizierung religiöser Zugehörigkeit stattfindet, die in antimuslimischen Rassismus leitet. Diese basiert auf einem Zusammenwirken von Kategorien wie Religion, Klasse, konstruierter Rasse und Geschlecht. (Siehe dazu Buchbeschreibung des Verlages) Yasemin Shooman 2014: „… weil ihre Kultur so ist“ – Narrative des antimuslimischen Rassismus. Bielefeld: transcript. Falls ihr…

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[vimeo id=“157195084″] „Der Raum eines Supermarktes, der von allen Menschen aller gesellschaftlichen Zugehörigkeiten alltäglich besucht wird, bietet uns die Möglichkeit, antirassistischen und antisexistischen Widerstand einzelner Gruppen wahrnehmbar zu machen […]. Gleichzeitig spiegeln Supermärkte, die trivialer und gewöhnlicher kaum sein könnten, wie kein anderer Ort die Alltäglichkeit von Rassismen und Sexismen in Deutschland wider.“ Konzept EDEWA, Website der Kampagne) EDEWA ist eine Wanderausstellung, die durch ein Offenlegen von gewalttätigen und diskrinierenden Gesellschaftsstrukturen Alltagsrassismus sichtbar macht. „Der interaktive Charakter von EDEWA wird bei unserer Produktpalette besonders deutlich. Die antikolonialen und rassismuskritischen Produkte sind zum Anfassen und Diskutieren. Sie sollen durch widerständiges Wissen…

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Zami – ist die Biografie der Schwarzen feministischen Autorin und Aktivistin Audre Lorde. Das Werk wurde bereits in den 1980er Jahren unter dem Titel „Zami – A New Spelling of My Name“ in den USA erst-veröffentlicht. Seit 2012 ist die „Mythobiografie“ auch auf Deutsch erhältlich. „In ZAMI erschafft die afroamerikanische Dichterin eine neue Form, die Mythobiografie, eine Verknüpfung von Elementen aus Autobiografie, Mythologie und Historie – und schafft auf diese Weise neue Zugänge zur Entdeckung weiblicher Identität.“ […] Schwarz und lesbisch erlebt Lorde trotz der Spannungen gesellschaftlichen Ursprungs nicht als polare Dualitäten sondern als sich überlappende Einheiten. […] In Zami…

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In dem von Zülfukar Çetin und Savaş Taş herausgegeben Band sprechen rassismuserfahrene Menschen aus vielfältigen Perspektiven über Formen von Rassismus und Verschränkungen mit anderen Herrschaftsverhältnissen. Aktivist_innen, Wissenschaftler_innen und Künstler_innen geben in Form von Interviews Einblicke in aktuelle Diskussionen und zeigen widerständige Praxen und Perspektiven auf. Im Buch kommen mehrheitlich Women of Color zur Sprache. Queere und feministische Perspektiven sowie Erfahrungen und Expertisen geflüchteter Frauen sind im Band mitrepräsentiert. Besonders hinweisen möchten wir auf die Interviews mit Isidora Randjelović und Elsa Fernandez. Die Autor*innen setzen sich mit den aktuellen Ausformungen und der Massivität des „Antiromaismus“ auseinander, die bislang in herrschenden Dikursen…

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https://www.youtube.com/watch?v=rdaF_h06YX4 In der Dokumentation beschäftigen sich weiße US-Amerikaner_innen mit ihrer sozialen Position als weiße in einer rassistisch organisierten Gesellschaft. Angesprochen werden Themen wie weiße Privilegien, historische Prozesse des weiß-Werdens oder die Unterscheidung von individuellen Ansichten und Rassismus als wirksames System. Der Film eignet sich als Material, anhand dessen darüber nachgedacht werden kann, wie weiße Menschen auftretenden Formen von Rassismus verantwortungsvoll begegnen können und welche Reflexionsprozesse dafür notwendig sind. Wichtig ist dabei zu bedenken, wieviel Raum weiße Sprechpositionen innerhalb rassismuskritischer Unterfangen jeweils einnehmen sollen. Whitewashed – Unmasking the World of Whiteness | Mark Patrick George | 2013 | USA | Englisch | Dokumentarfilm |…

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https://vimeo.com/20443343 Wie lassen sich Zugehörigkeiten jenseits von traditionellen Grenzen neu denken und neu definieren? With WINGS and ROOTS ist ein internationales Transmediaprojekt, das unterschiedliche Ressourcen zur Verfügung stellt, anhand derer diese Fragestellung bearbeitet werden kann. Das Material dient konkret dazu politische Zugehörigkeit und Rechte, Grenzen, Kultur und Identitäten neu zu denken, indem es einen Dialog über Migration und Zugehörigkeit anregt kritische und aufschlussreiche Stimmen im öffentlichen Diskurs zu stärken, indem es die Geschichten und gelebten Erfahrungen der Kinder von Migrant*innen in den Mittelpunkt rückt Migration nicht als nationales Problem, sondern als globale Realität neu in Kontext zu setzen den kulturellen,…

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Diaspora Reflexionen ist der Blog einer muslimischen Frau of Color in Deutschland. In ihren Einträgen bespricht sie unter Anderem Rassimuserfahrungen und die Schwierigkeit, sie innerhalb der Dominanzkultur zu thematisieren. Regelmäßige Schwerpunkte im Blog sind mediale Repräsentationen von Minderheiten, Sprache, Körper und Identität. Aktuelle Texte beschäftigen sich mit Dynamiken und Konflikten, die sich innerhalb politischer Communities und familialen Kontexten vor dem Hintergrund von Marginalisierung und Widerstand ergeben. Sie benennen Anhaltspunkte und Umgehensweisen, wie sie in eine tragfähige emanzipatorische Praxis leiten können.

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