Autor: glokal e.V.

glokal e.V. ist ein Berliner Verein für machtkritische Bildungsarbeit, der seit 2006 in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung tätig ist.

Mit diesem Band wird von Andreas Kemper und Heike Weinbach eine Einführung in den Begriff des Klassismus vorgelegt. Klassismus als ein bislang wenig bekannter Terminus in Deutschland bezeichnet hier die „individuelle, institutionelle und kulturelle Diskriminierung und Unterdrückung aufgrund des tatsächlichen, vermuteten, oder zugeschriebenen sozial- oder bildungspolitischen Status‘.“ (Buchbeschreibung des Verlages). Im Buch werden Klassismus-Erfahrungen von Menschen als gesellschaftliches, strukturelles Problem besprochen und mit überlappenden Diskriminierungsformen wie Rassismus und Sexismus gemeinsam betrachtet und analysiert. Andreas Kemper/Heike Weinbach 2009: Klassismus. Eine Einführung. Münster: Unrast. Falls ihr keinen unterstützenswerten Buchladen bei euch in der Nähe habt, könnt ihr das Buch auch bei dem alternativen non-profit Online-Buchladen…

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Wie funktioniert antimuslimischer Rassismus in Deutschland? Im Rahmen des Projektes „Inter-View“ haben sich Jugendliche aus verschiedenen Organisationen dieser Frage angenähert. In einer Workshopreihe, durchgeführt vom Verein ReachOut, haben sie eigene Erfahrungen und Strategien des Widerstandes ausgelotet und geteilt. Weiter wurden Interviewfragen entwickelt, die die Teilnehmenden sich anschließend gegenseitig sowie Freund_innen und Bekannten gestellt haben. Das Ergebnis des Projektes ist in der Broschüre Blicke reichen aus –  Antimuslimischer Rassismus in Deutschland dokumentiert und kann dort im pdf-Format heruntergeladen und nachgelesen werden. ReachOut – Opferberatung und Bildung gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus 2014: Blicke reichen aus. Antimuslimischer Rassismus in Deutschland – Diskriminierungs- und…

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Im Sammelband Sister Outsider werden erstmals zentrale Essays und Ansprachen der Schwarzen, feministischen, lesbischen Poetin und Aktivistin Audre Lorde gebündelt. Ihre Arbeiten gelten als wichtiger Bestandteil der Entwicklung gegenwärtiger feministischer Theorie und verhandeln unterschiedliche soziale Kategorien von Differenz. In den 15 ausgewählten Texten im Buch, von denen einige hier zum ersten Mal veröffentlicht sind, werden gemeinsame Erfahrungen von Sexismus, Rassismus, Ageismus, Heterosexismus und Klasse als Ausgangsorte für emanzipatorisches Handeln und für Veränderung besprochen. Lordes wegweisende Texte können mit ihren eigenen Worten als Appell beschrieben werden: „[…]never close our eyes to the terror, to the chaos which is Black which is creative…

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„Antisemitismus beginnt nicht erst dann, wenn jüdische Friedhöfe geschändet oder Menschen körperlich angegriffen werden, sondern bereits bei verbalen Entgleisungen im Sportverein, am Stammtisch oder unter Arbeitskollegen.“ (Beschreibung auf der Projektwebsite). Die Toolbox Nichts gegen Juden der Amadeu Antonio Stiftung dient dazu, antisemitischen Äußerungen und Kommentaren im Internet zu begegnen. Auf der Website werden gängige antisemitische Äußerungen aufgegriffen, entlarvt und argumentativ entkräftet. Auf Online-Plattformen wie Facebook und Twitter kann die Argumentationshilfe unmittelbar dazu genutzt werden, per Verweis antisemitische Aussagen aufzudecken und zu entkräften. Häufige Argumentationen, die auf der Website aufgegriffen und gekontert werden, sind zum Beispiel: Ich habe ja nichts gegen…

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Die Initiative No Humboldt 21! hat unter dem Namen „Dekoloniale Einwände gegen das Humboldt Forum“ eine Posterkampagne entworfen, um auf die problematischen Inhalte des „Prestigeprojektes“ zu verweisen. „Das „Sammeln“ von Kultur- und Kunstobjekten zählte zu den Lieblingsbeschäftigungen vieler „Forschungsreisender“ und Kolonialisten. So ist ein Großteil der ethnologischen Objekte, die im Humboldt-Forum im rekonstruierten Berliner Schloss ausgestellt werden sollen, während der Kolonialzeit „erworben“ worden – ein erheblicher Anteil stammt direkt aus den ehemaligen deutschen Kolonien. In vielen Fällen wurden wertvolle Kulturgüter aber nicht freiwillig verschenkt oder verkauft. Sie wurden erschlichen, erpresst oder einfach geplündert. Im Berliner Schloss soll nun mit Hilfe…

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Deutlich und umfassend legt der kamerunische Philosoph und Politikwissenschaftler Achille Mbembe in seinem Werk „Kritik der Schwarzen Vernunft“ dar, worin der historische und gegenwärtige Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Rassismus besteht. Er führt entwicklungsgeschichtliche Stadien des Projektes der Europäischen Rassifikation Schwarzer Menschen aus und benennt und beschreibt schließlich eine „Schwarze Vernunft“ des Kapitalismus. Dabei untersucht er auch, wie immer neue Kategorien der Unterschichtung eingeführt, ausgewechselt, ersetzt und im Sinne neoliberaler Logiken funktional gemacht werden. Achille Mbembe 2014: Kritik der Schwarzen Vernunft. Berlin: Suhrkamp. Falls ihr keinen unterstützenswerten Buchladen bei euch in der Nähe habt, könnt ihr das Buch auch bei dem alternativen non-profit…

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Noah Sow ist Künstlerin, Musikerin, Autorin, Produzentin, Dozentin, Medienschaffende, Theoretikerin, Aktivistin, Motivational Speaker. Ihre Schwerpunkte sind: Kunst, kritische Medienanalyse, Normalitätskonstruktionen sowie Analyse und Praxen von Rassismusbekämpfung und Dekolonialisierung. (Selbstbeschreibung von Noah Sow auf ihrem Blog). Auf der Website schreibt sie unter anderem über rassismuskritische Arbeit und Strategien zu Widerstand und Empowerment von und für Menschen, die von Rassismus betroffen sind. Einer ihrer neueren Blogeinträge handelt vom Schreiben ihre Buches „Deutschland Schwarz Weiß“ als Trick: „Ein Kernbestandteil von Rassismus ist, dass er ein System erschafft, in dem die, die unterdrückt werden, dazu angehalten werden, denen, die von dieser Unterdrückung profitieren, geduldig…

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Praktiker_innen und Forschende, die sich in verschiedenen Zusammenhängen auf das Paradigma „Intersektionalität“ beziehen möchten, können das Portal Intersektionalität – Forschungsplattform und Praxisforum für Intersektionalität und Interdependenzen aufsuchen. Hier stehen Möglichkeiten zur Informationen, zu Kooperationen und Vernetzung bereit. „Das Portal fördert die innovative Theoriebildung, gegenseitige Theorie-Praxis-Wahrnehmung sowie die kritische Selbstreflexion und trägt zu einem themen- und disziplinübergreifenden Austausch bei. Für Beiträge, die dem intersektionalen Ansatz nahe stehen, wurde die Rubrik Gute Nachbarschaft eingerichtet.“ (Selbstbeschreibung des Projektes) Konkret stehen z.B. Möglichkeiten zur Vernetzung über eine Forschungsplattform bereit. Weiter sind über E-Konferenzen, Diskussionspapiere und Working Paper Möglichkeiten zu online-Diskussionen gegeben. Das Angebot der Plattform richtet sich…

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Nachdem das Buch „Between the World and Me“ von Ta-Nehisi Coates 2015 in den USA erschienen ist, ist es seit Anfang 2016 auch auf deutsch erhältlich. Aus der Realität der anhaltenden rassistischen Diskriminierung und Gewalt gegen Schwarze Menschen in den USA heraus verfasst der Autor sein Manifest und wendet sich darin in Form eines Briefes an seinen 15jährigen Sohn. Es folgt eine schonungslose und erschütternde Bestandsaufnahme der von Rassismus durchdrungenen gesellschaftlichen Verhältnisse, in denen sich beide als Schwarze Menschen befinden. In der Ansprache an seinen Sohn bereitet Coates ihn auf fortwährende Marginalisierungserfahrungen und Gefahren vor, wie sie gegenwärtig bestehen und künftig…

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Mit dem vorliegenden Band wird eine überblickhafte Darstellung der Entstehung und Anwendung rassistischer Praxen und Ideologien von der Antike bis in die Gegenwart vorgelegt. „Auch wenn bereits in der Antike und im Mittelalter bestimmte Gruppen ausgegrenzt wurden, beginnt eine zusammenhängende Geschichte des Rassismus erst mit der Entstehung des Begriffs Rasse und seiner Anwendung auf menschliche Gruppen im ausgehenden 15. Jahrhundert. Von der europäischen Expansion über den Sklavenhandel bis zu den imperialen, nationalen und totalitären Kontexten des 19. und 20. Jahrhunderts hat sich der Rassismus stetig weiter entwickelt. Ein Ende seiner Geschichte ist nicht absehbar.“ (Buchbeschreibung des Verlages). Christian Geulen 2014: Geschichte…

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Black Looks, herausgegeben von bell hooks, vereint eine Sammlung kritischer Essays, die die großen Narrative in ihrer Verfasstheit in Frage stellen und (alternative) Blickwinkel auf Schwarzsein, Schwarze Subjektivität und Weißsein einbringen. Im Buch wird in besonderer Weise darauf abgehoben, wie Schwarzsein und Schwarze Menschen in Film und Fernsehen, Mode, Literatur und Musikproduktion dargestellt und funktionalisiert werden. Ziel der Autor*innen ist es dabei, in den von rassistischen Konstruktionen und Repräsentationen geprägten Diskurs zu intervenieren. bell hooks (Hrsg.) 1992: Black Looks. Race and Representation. Boston: South End Press.

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Der Band wurde anlässlich des 20. Todestages der Schwarzen lesbischen Poetin und feministischen Autorin Audre Lorde herausgegeben. Im Buch enthalten ist eine Sammlung von bereits erschienenen und bislang unveröffentlichten Texten Audre Lordes. „Ihre Essays, Gedichte, Vorträge und Erzählungen sind einschneidend und entschlossen, sie werfen einen schonungslosen Blick auf die Realität und transportieren dabei doch immer auch Hoffnung.“ Allen Texten gemein ist „[…] ein Aufruf zu Sprache und aktivem Handeln, der dringlicher nicht sein könnte. Wie viele der Appelle, Schriften und Aufrufe Audre Lordes war er prägend für die (internationale) Frauenbewegung und besonders für die Bewegung Schwarzer Frauen. Das rückhaltlose Ausloten…

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