Der indische Schriftsteller, Diplomat und Politiker Dr Shashi Tharoor benennt in seiner Rede vor der Oxford Union Society einen Teil der Auswirkungen britischer Kolonialpolitik auf die indische Bevölkerung und Wirtschaft.
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Eine Eisenbahn im Untergrund, erreichbar über Schächte und separate Bahnhöfe, errichtet zur Flucht vor rassistischer Versklavung – der US-amerikanische Autor Colson Whitehead baut eine Metapher, die ursprünglich ein informelles Netzwerk aus Abolitionist*innen beschreibt, literarisch zu einer tatsächlichen, unterirdisch verlaufenden Bahnverbindung aus.
Die mexikanische Revolution, die Gründung der Pariser Kommune oder die Anfänge der Gewerkschaftsbewegungen – dieser Dokumentarfilm erzählt mit Originalaufnahmen von einer der wirkmächtigsten politischen Bewegungen der letzten 150 Jahre.
Als „Madgermanes“ werden in Mosambik jene rund 15-20.000 Menschen bezeichnet, die zwischen 1979 und 1991 als „Vertragsarbeiter*innen“ in der DDR arbeiteten – und anschließend, von Mosambik um den Großteil ihres Lohn geprellt, aus der DDR ausgewiesen wurden.
Das Praxisforschungsprojekt „Erinnerungsorte. Vergessene und verwobene Geschichten“ wirft viele, manchmal neue Blicke auf Menschen, Orte und Touren in Berlin. Und thematisiert, wer und was bis dato nicht im Fokus stand, sichert Spuren, die versteckt oder vergessen wurden.
Kolonialismus, Weltraum, postrassistische Zukunft: Simone Dede Ayivi erzählt in ihrer Performance in den Berliner Sopiehensälen zugleich von heute, von früher und von einem anderen morgen, denn:„It’s hard to stop rebels that time travel.“
Die Kampagne wurde 2016 an der School of Oriental and African Studies (SOAS) der University of London von Studierenden und Lehrenden initiiert.
Dieses Interview von Annie Goh mit Alexander G. Weheliye trägt den Untertitel „Un Tuning the Historiography of Berlin Techno“ und stellt Fragen nach der Genese der Geschichte der Berliner Techno Szene in den neunziger Jahren und deren (behaupteter) Heterogenität.
Dieses unabhängige Online-Portal arbeitet schwerpunktmäßig zu den Staaten des Mittleren Ostens und Nordafrikas. Explizites Ziel ist dabei eine Berichterstattung, die ein breites Spektrum an Meinungen abbildet und so Perspektiven einnimmt, die von großen westlichen Medienunternehmen selten bis gar nicht repräsentiert werden.
Die von Grada Kilomba kuratierte Gesprächsreihe lud zwischen 2015 und 2017 geflüchtete Künstler*innen in das Maxim Gorki Theater in Berlin ein. Im Mittelpunkt der insgesamt 13 Talks stand die Frage, wie Wissens- und Repräsentationssysteme künstlerisch und politisch transformiert, de-kolonisiert, umgeschrieben werden können.
Marjane Satrapi erzählt in ihrem autobiographisch geprägten Comic vom Aufwachsen während der sog. „Islamischen Revolution“ im Iran Ende der 1970er Jahren, dem Iranisch-Irakischen Krieg und ihrem frühen Exil in der Diaspora in Wien.
Art Spiegelman erzählt in seiner Graphic Novel die Geschichte des Auschwitzüberlebenden Wladek. Die Figur ist angelehnt an Spiegelmanns Vater und auch das erzählte Setting – der Vater erzählt seinem Sohn vom Holocaust und seinen Erinnerungen daran – trägt stark autobiographische Züge.