Bühnenwatch ist ein Zusammenschluss von Aktivist_innen of Color und weißen Aktivist_innen, deren Ziel es ist, rassistische Praxen auf deutschen Bühnen zu beenden. Zukünftig sollen sowohl rassistische Darstellungsformen wie Blackface als auch Diskriminierung von Schauspieler_innen of Color verhindert werden. Die Gruppe gründete sich im Zuge der Auseinandersetzungen um die rassistische Blackface-Inszenierung am Schlossparktheater und die sich anschließende Debatte. Anliegen des Bündnisses ist es außerdem, Menschen zu ermutigen, selbst aktiv zu werden, Aufklärungsarbeit zu leisten und wo nötig, kritisch zu intervenieren. Auf der Website von Bühnenwatch finden sich vielfältige Informationen zum Thema: So zum Beispiel Textbeiträge Schwarzer Kulturschaffender, Material über die Aktionen…
Autor: glokal e.V.
The Romani Elders ist eine Website, die Werke und Errungenschaften von “Romani Elders“ würdigt. Die Website der European Roma Cultural Foundation (ERCF) dient dazu, Erfahrungen und Wissen von Romani Elders sichtbar zu machen und Erinnerungen vorrangegangener Kämpfe aufrecht zu erhalten. Ziel der Romani Elders ist es, durch ihr Wirken zu gesellschaftlichem Wandel und einem friedlichen Miteinander aller Menschen in Europa beizutragen. Das generationenübergreifende Projekt will seinen Wissens- und Erfahrungsschatz an die jüngeren Generationen weitergeben. Rrom_nja-Rights Aktivismus soll dadurch ein tragfähiges Fundament erhalten und mit einer inter-generationalen Sensibilität ausgestattet werden, die dazu befähigt, die vergangenen Rrom_nja-Struggles mit zukunftsweisendem Aktivismus zu verbinden.…
Ezra Jack Keats ist ein weißer US-Amerikanischer, jüdischer Autor, der bereits in den 1960er Jahren Kinderbücher geschrieben und illustriert hat, die Kinder of Color in den Mittelpunkt ihrer Handlung stellen. Als Vertreter des Multikulturalismus intervenierte Keats mit seinen Büchern in den Kanon „klassischer“ Kinderbuchliteratur. Mit seiner Figur Peter in „The Snowy Day“, dem ersten Schwarzen Protagonisten in einem in den USA veröffentlichten Kinderbuch, schuf der Autor eine Identifikationsfigur für unzählige Afro-Amerikanische Kinder. Die Handlungen sind im urbanen Raum der USA angesiedelt und erzählen realistische Geschichten aus dem Alltag von Kindern. Auch heute sind zahlreiche Bücher des Autors als Lektüre für junge…
Koloniale Perspektiven und Handlungen werden in Deutschland weiterhin fortgesetzt und drücken sich in sämtlichen Gesellschaftsbereichen aus. U.a. Schwarze Perspektiven finden somit kaum Zugang zu Wissensarchiven und werden in medialen, politischen und wissenschaftlichen Diskursen unterschlagen. Eine scheinbar objektive Ordnung des deutschen Wissen(schafts)ssystems bleibt damit gewahrt. Der Band Afrokultur von Natasha Kelly „bringt über die Biografien der Schwarzen Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen W.E.B. Du Bois, Audre Lorde und May Ayim Schwarze deutsche Geschichte, ihre Gegenwart und Zukunft in einen globalen Zusammenhang und schreibt damit eine intellektuelle Tradition fort.“ Buchbeschreibung des Verlages Afrokultur trennt sich von rassifizierten Annahmen, erkennt Schwarzes Wissen an und schließt…
In seiner Studie „Afrodeutscher Aktivismus“ untersucht Stefan Gerbing die Handlungsspielräume und Interventionen Schwarzer Menschen in Deutschland in die Bedingungen einer strukturell rassistischen Gesellschaft zur Zeit des Kaiserreiches. “Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurden nicht nur in Europa Machtverhältnisse neu ausgehandelt und Grenzen neu gezogen. Während in Deutschland erst das Kaiserreich und dann die Revolution scheiterte, die erste deutsche Republik gegründet und bald darauf zerstört wurde, nahmen Kolonisierte aus Asien und Afrika Anteil an Neuaushandlungen kolonialer Machtverhältnisse. In Paris, London und Berlin wurden Stimmen von Kolonisierten lauter, die mit Vorträgen, Briefen und Petitionen ihren Interessen Geltung zu verschaffen suchten.“ Buchbeschreibung des Verlages Stefan…
Zum wiederholten Mal sendete das öffentlich-rechtliche Fernsehen in einem Unterhaltungsformat auf prominentem Sendeplatz rassistische Inhalte. Während der Show “Verstehen Sie Spaß“, die am 29.10.2016 im ZDF ausgestrahlt wurde, war rassistisches Blackfacing Bestandteil eines Sketches. Im Vorfeld hatte es Protest aus der Bevölkerung am diskriminierenden Sendeinhalt, insbesondere aus den Schwarzen Communities gegeben. In seinem Beitrag Warum ich über den Schwarzen Mann als böse Überraschung nicht lachen kann auf der Website uebermedien kommentiert Ali Schwarzer aus Betroffenenperspektive, warum das Verunglimpfen Schwarzer Personen in der Show verletzend ist und wütend macht.
In einem offenen Brief forderte am 28.10.2016 die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) den Südwestrundfunk (SWR) dazu auf, auf eine Ausstrahlung eines Sketches im Rahmen der Sendung “Verstehen Sie Spaß?“ im ZDF zu verzichten. In der Show bedient sich Moderator Guido Cantz im Rahmen einer sogenannten Verlade der rassistischen Praxis des Blackfacing: Stellungnahme der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland zur geplanten Sendung „Verstehen Sie Spaß?“ am 29.10.2016 Der Spaß hört da auf wo Rassismus beginnt! Sehr geehrter Herr Boudgoust sehr geehrter Herr Hauser, Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland engagiert sich seit Jahren gegen die immer noch gängige Praxis…
Trollbar ‚Sgladschdglei! ist ein Blog von Ali Schwarzer aus Neuland, so schreibt dieser über sich selbst. Auf Trollbar gibt es Texte zu lesen, die aus einer Schwarzen kritischen Perspektive heraus verfasst sind, und unter Kategorien wie Arbeit, Rassismus, Leipzig, Sexismus, oder Medien das unmittelbare wie das weitere Lebensumfeld des Autors in den Blick nehmen.
Decolonize Mitte ist ein rassismuskritisches Bündnis, das über vielfältige Aktionen und Interventionen eine Dekolonialisierung der Geschichte und Gegenwart Berlins vorantreiben will. Teil des Zusammenschlusses sind: AfricAvenir International Afrika-Rat Berlin-Brandenburg, Landesverband der afrikanischen Vereine in Berlin-Brandenburg Aktionsgruppe M-Straße Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER) – Berliner Landesnetzwerk der entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen Berlin Postkolonial Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) Decolonize Mitte setzt sich unter anderem vehement für eine Umbenennung der Mohrenstraße in Berlin-Mitte ein und fordert ein Entfernen kolonialrassistischer Straßennamen im afrikanischen Viertel in Berlin-Wedding.
„Awakening the Horse People“ stellt Schriften und Ressourcen für Menschen europäischer Herkunft zur Verfügung, die sich für Dekolonisierung interessieren. In diesen geht es darum, „Weißsein zu heilen“, aber nicht über weiße Vorherrschaft, weißen Nationalismus oder Faschismus – sondern über Dekolonisierung, Verbindung mit vergangenen Lebensweisen und der Wiederentwicklung einer ortsbezogenen Identität. „People of European heritage are often called hungry ghosts because we don’t know ourselves. This trauma of disconnection is profound, causing us to constantly grab for anything of spiritual meaning – even if it does not belong to us. This taking leads to cultural theft and appropriation, spiritual materialism, and…
“Weil die Anderen dämonisch und ungezügelt sind, sind wir befugt, uns vor ihnen und unsere Vorrechte zu schützen.“ Aus der Beschreibung des Verlages Diese vielleicht kürzeste Analyseformel der breiten Wahrnehmung von nach Europa geflüchteten und migrierten ‚Anderen‘ liegt den kritischen Beiträgen des Sammelbandes von María do Mar Castro Varela und Paul Mecheril zugrunde. Ausgangssituation der Beiträge im Sammelband, die der genannten These aus unterschiedlichen Perspektiven widersprechen, ist die mediale, politische und alltagsweltliche Behandlung von Flucht und Migration, die den in Europa offenen Rassismus wieder ’salonfähig‘ gemacht hätten. Siehe dazu die Buchbeschreibung des Verlages María do Mar Castro Varela, Paul Mecheril…
Vanessa de Oliveira Andreotti spricht in ihrem Gedicht “Brutal Kindness“ von Grenzen, von Selbstverständlichkeiten, von Achtung, von Menschenwürde und Respekt. Brutal Kindnes We welcome you in our nation Our borders open only to a few We ask for nothing in return, except That you recognize the deepest wisdom That when in Rome you do as the Romans do Therefore, you must speak our language admire our deeds adopt our dreams obey our laws embrace our values praise our intelligence like our food fulfil our expectations mimic our behaviour contribute to our economy aspire to be like us commit to staying…