Autor: glokal e.V.

glokal e.V. ist ein Berliner Verein für machtkritische Bildungsarbeit, der seit 2006 in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung tätig ist.

Das Buch „Post Traumatic Slave Syndrome“ der Wissenschaftlerin Joy DeGruy ist das Resultat einer jahrelangen historischen und psychologischen Forschung. Post Traumatic Slave Syndrome (PTSS) beschreibt ein Set von Verhaltensweisen, Glaubenssätzen und Handlungen, das mit multi-generationalem Trauma von Afro-Amerikaner_innen im Zusammenhang steht. PTSS beinhaltet unter anderem ein nicht-diagnostiziertes und unbehandeltes Post-Traumatisches Stress Syndrom bei versklavten Afrikaner_innen und ihren Nachkommen. Joy DeGruy zufolge bedeutet PTSS, dass Jahrhunderte der Versklavung in den USA, auf die systematischer und struktureller Rassismus und Unterdrückung gefolgt sind, zu generationen-übergreifenden krankmachenden Verhaltensweisen geführt haben, die als Überlebensstrategien dienen. Laut DeGruy kann das Post Traumatic Slave Syndrome nicht einfach…

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In “Talking Back“ analysiert die Wissenschaftlerin Claudia Unterweger die Strategien der Geschichtsschreibung einer Schwarzen Forschungsgruppe in Österreich. Ziel ist unter Anderem, Schwarze Menschen in der Gegenwart zu stärken und die eigene verschüttete Geschichte zu bergen. “Die österreichische Geschichtsschreibung über Menschen afrikanischer Herkunft spiegelt deren gegenwärtige Repräsentation in der österreichischen Öffentlichkeit wider. Sichtbar als stumme, fremd-definierte Objekte und zugleich unsichtbar als handelnde Subjekte tauchen sie vorwiegend als exotisierte oder kriminalisierte ‚Andere‘ auf. Verborgen bleiben häufig Realitäten und Erzählungen aus Schwarzer Perspektive.“ Buchbeschreibung des Verlages In den Jahren 2005/2006 gründete sich das Projekt „Schwarze Österreichische Geschichte“, um die historischen und gegenwärtigen Erfahrungen…

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[youtube id=“0lG1s5iMsZE“] Der Film “Hoffnung im Herz“ unter der Regie Maria Binders zeigt als einzigartiges Dokument Etappen des Lebens und Wirkens der Künstlerin, Wissenschaftlerin und Schwarzen Deutschen Aktivistin May Ayim. Ein besonderes Augenmerk liegt auf ihrem dichterischem Werk. Im Film sind Sequenzen enthalten, die May Ayim bei Performances in Südafrika und in Deutschland zeigen. May Ayim ist eine zentrale Figur der Afro-Deutschen Bewegung. Als erste Wissenschaftlerin untersuchte sie – allen institutionellen Widerständen zum Trotz – die Geschichte und Lebenssituation Schwarzer Frauen in Deutschland. Bekannt wurde May Ayim durch ihre Lyrik und Gedichte wie „Blues in Schwarz Weiß“ oder „Grenzenlos und…

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https://www.youtube.com/watch?v=SCAQP7OJ9ls In der satirischen Youtube-Reihe „The adventures of an asian girl with a white fetish“ von Joy Regullano legt die Protagonistin rassistische Normalitäten offen, wie sie „Asian women“ regelmäßig in „Dating-Situationen“ mit weißen Männern erleben. Das feministische Online-Magazin „Everyday Feminism“ beschreibt den Hintergrund der Videoserie „White Fetish“ wie folgt: „Due to how our society has sexualized Asian women in a racialized way, Asian and Pacific Islander and Asian and Pacific Islander American (APIA) women often have to deal with sexist and racist microaggressions that are normalized in our society as ‚flirting.‘ That means when white guys try to flirt with…

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Roma Buzz Monitor ist eine Webseite, die sich in erster Linie an Rromn_ja weltweit richtet und ihre Leser_innen täglich mit Informationen zu unterschiedlichen Themen versorgt. Auf Roma Buzz Monitor finden sich unter unterschiedlichen Rubriken Nachrichten, Veranstaltungen, Fotos, Videos oder Hinweise und Verlinkungen zu anderen wichtigen Infokanälen und Webseiten. Themen, die auf der Website besprochen werden, beinhalten unter anderem Diskriminierung von Rromn_ja weltweit, aktuelle politische Entwicklungen und Erinnerungskultur.

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Der Spielfilm “42 – Die wahre Geschichte einer Sportlegende“ von Brian Helgeland orientiert sich an der Biografie des Baseball-Spielers Jackie Robinson. Ihm gelang 1947 als erstem Afro-Amerikaner der Aufstieg in die oberste US-Amerikanische Baseball-Profiliga. Die Handlung des Films ist in den Jahren 1946 und 1947 angesiedelt. Zur Zeit der offiziellen „Rassentrennung“ in den USA wird Jackie Robinson mit der Unterstützung des weißen Managers der Brooklyn Dodger Mitglied des erfolgreichen Baseballteams. Hier trug er die Spielernummer 42. Trotz massiver rassistischer Anfeindungen bis hin zu Todesdrohungen setzt sich Jackie Robinson auf dem Weg zum erfolgreichen Profisportler durch. 42 – Die wahre Geschichte…

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Valeriu Nicolae ist rumänischer Rrom, Blogger und Menschenrechts-Aktivist. Auf seiner Webseite schreibt Valeriu Nicolae in englischer und rumänischer Sprache kritische und pointierte Beiträge über Rromani-Struggles und die europäische „Roma-Politik“.

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https://www.youtube.com/watch?v=QZ6iEV2vfvQ Im Zentrum des Dokumentarfilms „Da.Sein“ von Aylin Basaran und Hans-Georg Eberl stehen die Schicksale von Menschen, die „da“ waren und abgeschoben worden sind. Ihre Geschichten werden im Dialog mit jenen von Angehörigen und Freund_innen erzählt, die „da“ geblieben sind. „Die Abschiebung von Menschen aus Europa ist alltägliche institutionelle Praxis. Da.Sein will eine Plattform sein für jene Stimmen, die Teil der europäischen Gesellschaften waren, aber durch das gewaltsame Herausreißen unsichtbar gemacht wurden. Der Film behauptet keinen Anspruch dokumentarischer Neutralität, sondern verschreibt sich einer parteiischen und solidarischen Perspektive, ohne dabei den Blick für die unterschiedlichen Facetten subjektiver Erfahrungen und Handlungsstrategien seiner…

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Deutscher Kolonialimus und sein prägender Einfluss auf Geschichte und Gegenwart nehmen im Bewusstsein der deutschen Mehrheitsgesellschaft nach wie vor kaum Raum ein. Stattdessen werden Erinnerungsräume und Personen der Kolonialgeschichte regelmäßig verklärt, verharmlost oder positiv gewürdigt. Im Sammelband von Jürgen Zimmerer werden in leicht verständlichen Einzelbeiträgen unterschiedliche Relikte, die mit der gewaltvollen deutschen Kolonialgeschichte im Zusammenhang stehen, kritisch betrachtet. Institutionen, Räume, Ereignisse und Akteure wie Albert Schweitzers Hospital Lambaréné, Hagenbecks Tierpark, die „Hunnenrede“ Kaiser Wilhelms II oder das Wirken Alexander von Humboldts als “Entdecker” werden im Buch im Kontext ihrer (Entstehungs)-Geschichte, ihren verherenden Auswirkungen und häufig unreflektierter Wahrnehmung in der Gegenwart…

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„Dear White People“ ist ein satirisches Handbuch von Justin Simien, das begleitend zum gleichnamigen Film herausgegeben wurde. Der Herausgeber empfiehlt es all denjenigen, die in semi-regulärem Kontakt mit Schwarzen Menschen stehen. Anhand von Anaylsewerkzeugen wie Graphen, Tabellen und Fragebögen können die Leser_innen ermitteln, wann der beste Zeitpunkt ist, Blackface zu tragen (Hinweis: vermutlich nie) oder wann sie Gefahr laufen der “Token-Best Friend“ zu werden. Die Lektüre des Buches ermöglicht Reflexionen über die eigene Rolle in rassialisierten Gesellschaften. Sie regt dazu an, ein Bewusstsein für Diskriminierungs-Situationen im Alltag zu entwickeln und geeignete Lösungsmöglichkeiten zu finden. “Whether you are a dear white…

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https://www.youtube.com/watch?v=Hr4gxlIvXn0 Im Film “Gelem Gelem – Wir gehen einen langen Weg“ dokumentieren Monika Hielscher und Matthias Heeder die Situation und den Widerstand von ca. 1500 Rrom_nja, die Anfang der 1990er Jahre von Deutschland nach Süd-Ost Europa abgeschoben werden sollten. Der Untertitel “Wir gehen einen langen Weg“ verweist dabei auf die jahrhundertelange Kontinuität der Diskriminierung, Vertreibung und Verfolgung von Rrom_nja. Vor dem Hintergrund der deutschen Wiedervereinigung und der Euphorie vieler Bundesbürger_innen kämpften Rrom_nja-Familien unterschiedlicher Gruppen gemeinsam um ein Niederlassungsrecht in der Bundesrepublik. Mit Blockaden an Grenzübergängen, Hungerstreiks, einem Marsch quer durch Deutschland und der Besetzung des Kölner Doms machten Rrom_nja-Familien auf…

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Justice Africa ist eine Organisation und ein Forschungsinstitut, das afrikaweit für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit eintritt. Die Initiative unterstützt zivilgesellschaftliche Aktivitäten und setzt sich für Demokratie und Frieden ein. Justice Africa wird von Afrikaner_innen und von afrikanischen Communities betrieben und will denjenigen eine Stimme geben, die von Konflikten auf dem Kontinent unmittelbar betroffen sind und gesellschaftlich marginalisiert werden. Ziele von Justice Africa sind nach der Webseite: Das Bilden von Bündnissen zwischen Institutionen, Interessengruppen und Individuen, um gemeinsam politische Veränderungen in unterschiedlichen Ländern in Afrika zu entwickeln Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements als Antwort auf Bedrohung, Krieg und Menschenrechtsverletzungen. Unterstützung von Dialogen, Debatten und afrikaweitem Ideen-Austausch…

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