Autor: glokal e.V.

glokal e.V. ist ein Berliner Verein für machtkritische Bildungsarbeit, der seit 2006 in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung tätig ist.

In dem Beitrag von Dennis Kirschbaum für unser Projekt „Medizinische Versorgung für Alle? Methoden, Wissen und Handlungskompetenz zu globaler Ungerechtigkeit in medizinischer Versorgung am Beispiel der Corona Pandemie“ wird thematisiert, wie die Covid-19-Pandemie die Risse in unserer Weltgesellschaft auf unerbittliche Weise offenlegte. Eines der größten Hindernisse für eine weltweit gerechte Versorgung mit Impfstoffen, Medikamenten, Diagnostika und Medizintechnik ist das Patentsystem.Der von Südafrika und Indien im Oktober 2020 vorgeschlagene Waiver – eine global vereinbarte und in der Welthandelsorganisation (WTO) verankerte Verzichtserklärung von geistigen Eigentumsrechten auf Covid-19 Medizinprodukte für die Zeit der Pandemie – kann die Produktion der dringend benötigten Impfstoffe massiv…

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In dem Beitrag von Nafkumbi Negeri für unser Projekt „Medizinische Versorgung für Alle? Methoden, Wissen und Handlungskompetenz zu globaler Ungerechtigkeit in medizinischer Versorgung am Beispiel der Corona Pandemie“ erläutert die Autorin, dass die ungleiche Entwicklung der Länder des globalen Südens, ausgelöst durch den globalen Norden, darauf abzielt, die eigenen Verwertungsinteressen zu bedienen. Diese Strategie basiert auf einer gezielten Anwerbung bereits ausgebildeter Fachkräfte aus anderen Ländern, um den eigenen Humankapitalbestand zu erweitern. In Folge geraten Länder im globalen Süden, die ihre talentiertesten Köpfe verlieren, in eine Schieflage, was ihnen die Errichtung dringend benötigter Institutionen für eine flächendeckende gesundheitliche Versorgung erschwert. Diese…

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In dem Beitrag von N ́joula Agnes Baryoh und Ngozi Katharina Odenigbo (black in medicine) für unser Projekt „Medizinische Versorgung für Alle? Methoden, Wissen und Handlungskompetenz zu globaler Ungerechtigkeit in medizinischer Versorgung am Beispiel der Corona Pandemie“ beschäftigen sich die Autor*innen mit Rassismus in der Geschichte der Medizin. In dem Artikel wird deutlich, dass Schwarzen Menschen das Schmerzempfinden abgesprochen, sowie Schwarze Körper seit Jahrhunderten als Experimentierobjekt genutzt wurden. Der Beitrag kann hier eingesehen werden: Medizin für Alle? Rassismus in der Medizin in Geschichte und Gegenwart. Das Projekt „Medizinische Versorgung für Alle? Methoden, Wissen und Handlungskompetenz zu globaler Ungerechtigkeit in medizinischer…

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In dem Beitrag von Dr. Mona Abd Alla für unser Projekt „Medizinische Versorgung für Alle? Methoden, Wissen und Handlungskompetenz zu globaler Ungerechtigkeit in medizinischer Versorgung am Beispiel der Corona Pandemie“ beschäftigt sich mit dem Faktor „race“ in der Medizinforschung und -praxis. Die moderne Medizin soll möglichst Evidenz-basiert und reliable sein. Damit das möglich ist,nutzen Mediziner*innen verschiedene Scores und Laborparameter, die möglichst valide, zeit-und kostengünstig sind. Menschen sind jedoch individuell, so dass dies nicht immer ohneweiteres möglich ist. Ein bekannteres Beispiel für die Bedeutung der Hautfarbe in der Medizin stellt die Pulsoxymetrie dar. Im Falle Schwarzer Personen wird häufiger eine Hypoxämie…

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In dem Text von Malak Paschke für unser Projekt „Medizinische Versorgung für Alle? Methoden, Wissen und Handlungskompetenz zu globaler Ungerechtigkeit in medizinischer Versorgung am Beispiel der Corona Pandemie“ wird die Notwendigkeit der Berücksichtigung von Geschichte und Politik, insbesondere durch das Einbinden globaler, machtkritischer und auch revolutionärer Perspektiven des Globalen Südens behandelt für eine globale Persepktive in der Psychologie behandelt. Der Beitrag kann hier eingesehen werden: Globale Psychologie neu denken. Das Projekt „Medizinische Versorgung für Alle? Methoden, Wissen und Handlungskompetenz zu globaler Ungerechtigkeit in medizinischer Versorgung am Beispiel der Corona Pandemie“ wird gefördert durch Engagement Global mit finanzieller Unterstützung des BMZ,…

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Der Beitrag von Hamu Mugaragu für unser Projekt „Medizinische Versorgung für Alle? Methoden, Wissen und Handlungskompetenz zu globaler Ungerechtigkeit in medizinischer Versorgung am Beispiel der Corona Pandemie“ analysiert das Konzept des White Savior Industrial Complex. Die problematischen Dynamiken und Auswirkungen von „humanitärer Hilfe“ durch wohlhabende, weiße Akteur*innen in Ländern des Globalen Südens werden hier beschrieben. In dem Konzept wird der vermeintliche Altruismus weißer Helfer*innen als bloße Selbstinszenierung und moralische Aufwertung der eigenen Person enttarnt und folgt der kolonialrassistischen Dichotomie: armer, hilfsbedürftiger, passiver globaler Süden versus progressiver, hoch entwickelter, aktiver Globaler Norden. Afrikaner*innen sind in dieser Denkweise für jegliche Hilfe dankbar…

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Der Beitrag von Chiara Solfrini Lombardi für unser Projekt „Medizinische Versorgung für Alle? Methoden, Wissen und Handlungskompetenz zu globaler Ungerechtigkeit in medizinischer Versorgung am Beispiel der Corona Pandemie“ beschäftigt sich damit, dass mehrere Studien gezeigt haben, dass Leistungserbringer im Gesundheitswesen, darunter Ärzt*innen,Krankenpfleger*innen und Medizinstudent*innen, negative Einstellungen und Vorurteile gegenüber Patient*innen mit größeren Körpern haben, was oft zu schlechter Kommunikation, Stigmatisierung und Diskriminierung führt. Fettfeindliche Vorurteile werden mit verzögerten und verpassten Diagnosen in Verbindung gebracht. Es gibt auch Belege dafür, dass fettfeindliche Vorurteile dazu führen können, dass Gesundheitsdienstleister*innen Annahmen treffen, Patient*innen mit größerem Körperbau weniger Wert beimessen und ihnen weniger Vertrauen…

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In dem Beitrag von Dr. Angela Schuster für unser Projekt „Medizinische Versorgung für Alle? Methoden, Wissen und Handlungskompetenz zu globaler Ungerechtigkeit in medizinischer Versorgung am Beispiel der Corona Pandemie“ beleuchtet sie die Geschichte und Gegenwart von Rassismus in der globalen Gesundheitsforschung. Dr. Angela Schuster ist Ärzt:in, Epidemiolog:in und Expert:in für globalen Gesundheit. Seit 2018 ist sie als Wissenschaftler:in und Dozent:in am Institut für Allgemeinmedizin der Charité-Universitätsmedizin Berlin tätig. Der Beitrag kann hier eingesehen werden: Rassismus und koloniale Kontinuitäten in globaler Gesundheitsforschung. Das Projekt „Medizinische Versorgung für Alle? Methoden, Wissen und Handlungskompetenz zu globaler Ungerechtigkeit in medizinischer Versorgung am Beispiel der…

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Die folgenden Handlungsempfehlungen sind in dem Projekt „Medizinische Versorgung für Alle? Methoden, Wissen und Handlungskompetenz zu globaler Ungerechtigkeit in medizinischer Versorgung am Beispiel der Corona Pandemie“ (2023-2024) entstanden. Ausgehend von Diskursen und Praktiken auf politischer, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und individueller Ebene lassen sich viele historische Kontinuitäten globaler Ungleichheit im Bezug auf Medizin aufzeigen. Medizin spielte für die europäischen Kolonialmächte eine Schlüsselrolle bei der Eroberung und Ausbeutung des afrikanischen Kontinents, von der Pharmaindustrie wird der Globale Süden schon Jahrhunderte als Experimentierfeld für Medikamente benutzt, westliche Mediziner*innen treten im Globalen Süden als Retter*innen auf. Gleichsam wird wiederständiges Wissen von Mediziner*innen aus dem Globalen…

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Die OEW (Organisation für Eine solidarische Welt) hat mit Schüler:innen aus Addis Abeba/Äthiopien und Bozen/Italien zu den kolonialen Spuren in ihren jeweiligen Städten eine dreisprachige Broschüre erstellt. Unter der Überschrift “Decolonising Minds. Tracing Italian colonial aggresions in Addis Abeba and South Tyrol” gehen die Schüler:innen auf 126 Seiten auf die Struktur ihrer Stadt (die Anlage von Infrastruktur, Plätzen, Stadtvierteln und Funktionsgebäuden), Spuren im Stadtbild (Monumente, Reliefs, Inschriften und Straßennamen) und auf die Fotos eines Südtiroler Soldaten ein, der in Abessinien im Einsatz war. All das verbinden die Schüler:innen auch mit einer künstlerischen Auseinandersetzung mit der Geschichte. Das Projekt steht zugleich…

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Der Klimadiskurs in Deutschland ist – auch – im linken Kontext sehr weiß und stellt dabei die eurozentristische Perspektive der Klimabewegungen ins Zentrum. Historisch gewachsene Machtverhältnisse als zentrale Analysekategorie der Klimakrise bleiben oftmals ebenso unerwähnt wie antikoloniale und historischen Widerstandskämpfe rassifizierter Menschen gegen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen im Globalen Süden. Diese sind immer verwobene Umwelt- und Menschenrechtskämpfe. Im vorherrschenden deutschen Klimadiskurs werden diese jedoch, werden sie überhaupt erwähnt, als „Vorzeige-Betroffene“ dargestellt.

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María Alejandra Arias Barreto berichtet über die zentrale Bedeutung eines dekolonialen Feminismus für die Verteidigungskämpfe von Territorien für Frauen in Tolima. In einem gemeinschaftlichen Bildungsort kamen sie zusammen und setzten sich mit der spezifischen Betroffenheit lateinamerikanischer Frauen hinsichtlich ihrer Körper und Territorien durch den Kolonialismus auseinander. Dabei erarbeiteten sie dekoloniale Feminismen als zentralen Ansatz gegen die kapitalistischen, extraktivistischen und patriarchalen Ausbeutungsprozesse kolonialer Praktiken.

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