Im Sammelband wird der Frage nachgegangen, inwieweit postkoloniale Theoriebildung und Kritik im Kontext der Bundesrepublik anwendbar sind. Im Fokus stehen die Bedeutung und Auswirkung, die postkoloniale Konzepte für das Verständnis von Lebensrealitäten von Migrant*innen und Minderheiten in Deutschland haben. Hito Steyerl, Encarnación Gutiérrez Rodríguez (Hrsg.) 2012: Spricht die Subalterne deutsch? Migration und postkoloniale Kritik. Münster: Unrast. Falls ihr keinen unterstützenswerten Buchladen bei euch in der Nähe habt, könnt ihr das Buch auch bei dem alternativen non-profit Online-Buchladen links-lesen.de kaufen, der mit dem Gewinn politische Projekte unterstützt. Der Link zum Buch ist: http://www.links-lesen.de/article/978-3-89771-425-0
Autor: glokal e.V.
Der Sammelband vereint ausschließlich kritische Stimmen und Perspektiven von People of Color auf Rassismus und Kulturpolitik. Er bietet so eine vertiefte Auseinandersetzung mit herrschenden Diskursen von Rassismus, Migration und Integration aus einer Perspektive des Widerstandes heraus. „Selbstbestimmte Räume und solidarische Visionen werden sichtbar, welche die rassistische Logik des Teilens und Herrschens herausfordern und auf grenzüberschreitende Identitäten und Bündnisse zielen.“ (aus der Beschreibung des Verlags) Kien Nghi Ha, Nicola Lauré al-Samarai, Sheila Mysorekar (Hrsg.) 2007: re/visionen. Postkoloniale Perspektiven von People of Color auf Rassismus, Kulturpolitik und Widerstand in Deutschland. Münster: Unrast. Falls ihr keinen unterstützenswerten Buchladen bei euch in der Nähe habt, könnt ihr…
[youtube id=“lpPASWlnZIA&list=PLSfmMVczsBAieaBClLuYj6nnmmX3pGSyw“] Die Poetry Performance „Lost Voices“ thematisiert Erfahrungen von Sexismus und Rassismus sowie (politische) Solidarität im bestehenden Verhältnis sich überlappender sozialer Ungleichheiten: Im Video erzählen Darius Simpson, ein Schwarzer Mann und Scout Bostley, eine weiße Frau die Geschichte des jeweils Anderen. Lost Voices | Darius Simpson/Scout Bostley | USA | 2015 | Englisch | Performance | 2,59 min.
In ihrem Vortrag „Das Leiden ‚Anderer‘ betrachten – Flucht, Solidarität und Postkoloniale Soziale Arbeit“ beschreibt María Do Mar Castro Varela wie wir über die Dekonstruktion der aktuellen Bilder von Flucht und Migration zu einem neuen Humanismus kommen können. Fast beiläufig gelingt Castro Varela eine Einführung in die Poskoloniale Theorien und beschreibt zudem mit der Idee der affirmativen Subversion Möglichkeiten für ein solidarisches Handeln. Das Leiden ‚Anderer‘ betrachten – Flucht, Solidarität und Postkoloniale Soziale Arbeit | María Do Mar Castro Varela | timms | 39. Sozialpädagogiktag 2015: Flucht. Herausforderungen für Soziale Arbeit | 2015 | Vortrag | Deutsch | 38 min.…
In ihrem Gedicht „For the White Person Who Wants to Know How to Be My Friend“ spricht die afroamerikanische Feministin Pat Parker über Wünsche und Forderungen an potentielle weiße Freund*innen. Die ersten beiden Verse aus dem Gedicht („The first thing you do is to forget that i’m black. Second, you must never forget that i’m black.“) werden häufig zitiert um deutlich zu machen, dass weder ein totaler Fokus oder gar eine Festschreibung auf Schwarzsein noch eine Leugnung der damit einhergehenden Erfahrungen und Perspektiven die Grundlage einer Freundschaft/Partnerschaft/Zusammenarbeit sein können, sondern weiße Menschen vielmehr immer wieder situationsabhängig abwägen müssen, welche Rolle…
In diesem Essay hinterfragt Fabien Eboussi Boulaga den Entwicklungsbegriff und beschreibt welche Folgen die Bezugnahme für das postkoloniale Afrika hat und plädiert für eine Dekolonisierung des Geistes.
https://www.youtube.com/watch?v=oQbei5JGiT8 Kurzer Erklärfilm zum Thema Zustimmung zu Sex/sexual consent am Beispiel von Tee. Tea Consent | Emmeline May and Blue Seat Studios | USA | 2015 | 2 min | English.
https://www.youtube.com/watch?v=58FmMJjqBEQ Der Filmclip von leftvision geht mit Hilfe von Interviews mit Aktivist*innen der Frage nach einer kritischen Perspektive auf die neuen Hilfsstrukturen an der Balkanroute, in Österreich und in Deutschland nach. Aus der Beschreibung: „…Innenansichten und kritische Perspektiven einer sich neu entdeckten “Willkommenskultur”. Auf unserer Reise über den Balkan und Österreich nach Deutschland konnten wir uns ein eigenes Bild über die Situation an Bahnhöfen und Grenzstationen machen und sind mit Aktivist*innen in Kontakt gekommen, die eine kritische Perspektive auf die neuen Hilfsstrukturen eröffnen. Dass Hilfeleistung wichtig ist, wird hier nicht in Frage gestellt. Doch erlauben wir uns in dieser kurzen…
In ihrem Buch Precarious Life reflektiert Judith Butler die Reaktionen auf 9/11 und geht der Frage nach der unterschiedlichen Wertigkeit von Leben nach. Das Buch bietet eine theoretische Auseinandersetzung mit Trauer, Gewalt und der Verknüpfung mit Privilegien und globalen Machtverhältnissen. Judith Butler 2004: Precarious Life. The Powers of Mourning and Violence. New York: verso. Falls ihr keinen unterstützenswerten Buchladen bei euch in der Nähe habt, könnt ihr das Buch auch bei dem alternativen non-profit Online-Buchladen links-lesen.de kaufen, der mit dem Gewinn politische Projekte unterstützt. Der Link zum Buch ist: http://www.links-lesen.de/article/1-84467-544-0
Die iz3w des Informationszentrums 3. Welt in Freiburg ist eine Zeitschrift die seit 1970 kritisch zu Nord-Süd Themen Stellung bezieht. Mit einem Schwerpunkt auf soziale Bewegungen und Raum für die Diskussion um postkoloniale & antirassistische Perspektiven bietet die iz3w mit sechs Ausgaben pro Jahr viele aktuelle Beiträgen, sowie ein umfangreiches Archiv, in dem Debatten aus einer mehrheitlich weißen, internationalistischen Politik der vergangenen Jahrzehnte nachzuvollziehen sind. Das Informationszentrum hat neben der Zeitschrift auf weitere interessante Publikationen herausgegeben z.B. im Rahmen des FernWeh Projektes zu Tourismuskritik.
Die ZAG ist die Zeitschrift der Antirassistischen Initiative Berlins (ARI). Sie erscheint zwei bis dreimal im Jahr und widmet sich jeweils einem Schwerpunktthema aus aktuellen Diskussionen des überwiegend weißen, linken Antirassismus und trägt damit zur Debatte und Meinungsbildung bei. Die ZAG gibt es seit 1991, aktuellere lesenswerte Ausgaben sind z.B. zu Polizei.Staat.Rassismus, Klassismus sowie Repressiver Toleranz.
Die Online Tageszeitung Migazin: Migration in Germany fokussiert mit seinen Artikeln und Kommentaren auf die Themen Migration/Integration, (Anti-)Diskriminierung und Rassismus in Deutschland. Die Themen sind von Politik, Recht, Wirtschaft bishin zu Feuilleton weit gefasst. Das Ziel von Migazin ist es Teilhabe von Migrant*innen zu fördern und sogenannte migrantische Themen auch für die Mehrheitsgesellschaft zugänglich zu machen.