Autor: glokal e.V.

glokal e.V. ist ein Berliner Verein für machtkritische Bildungsarbeit, der seit 2006 in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung tätig ist.

Die feministische argentinisch-brasilianische Anthropoligin Rita Segato spricht in diesem spanischen Beitrag über die Schwierigkeit, westliche Konzepte von Geschlecht auf indigene Gemeinschaften zu übertragen, da in diesen die Gemeinschaft (und nicht die Einzelne) mehr im Vordergrund steht. Die Diskussion zum Thema „Die Notwendigkeit, die Macht zu verstehen, um zu handeln: Gewalt, Geschlecht und Kolonialität (La necesidad de entender el poder para actuar. Violencia, género y colonialidad)“ fand 2022 an der Universität UNGS in Buenos Aires/Argentinien statt. Das Video der Aufzeichnung kann hier abgerufen werden. Rita Segato ist Autorin zahlreicher auch auf deutsch erschienenen Publikationen wie Femizid. Der Frauenkörper als Territorium des…

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In dem Beitrag von Lawrence N. Y. Oduro-Sarpong für unser Projekt „Medizinische Versorgung für Alle? Methoden, Wissen und Handlungskompetenz zu globaler Ungerechtigkeit in medizinischer Versorgung am Beispiel der Corona Pandemie“ thematisiert der Autor die eurozentristische Medizingeschichtsschreibung. Er kritisiert am Beispiel der Entwicklung der Pockenimpfung, dass die Beiträge nicht-europäischer Medizinier:innen nicht erinnert werden in der hegemonialen Geschichtsschreibung. Der versklavte Afrikaner Onesimus brachte das Wissen über die Variolation, eine frühe Impfpraktik, aus Westafrika nach Boston, wo es zunächst auf Widerstand stieß, später jedoch bei der Bekämpfung einer Pockenepidemie erfolgreich angewandt wurde. Der Beitrag von Onesimus und anderen nicht-europäischen Kulturen wird in der…

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Für dieses kollaborative Comic-Projekt haben sich sieben Autor:innen und sieben Künstler:innen aus Mexiko, Namibia, China, Kanada, Indien, Deutschland und dem Baskenland zusammengetan, um der alltäglichen gegenwärtigen Kolonialität unterschiedlichster Ausprägung in Form von Comicgeschichten nachzugehen. Entsprechend dem Motto des nichtkommerziellen Verlags Daraja Press „die Vergangenheit wiederanzueignen, die Gegenwart infrage zu stellen und die Zukunft zu erfinden“ geht es in fünf Comic-Geschichten und vier Comic-Collagen zum einen darum:• den Spuren der kolonialen Vergangenheit in allen möglichen Winkeln unseres heutigen Lebens nachzuspüren und die globaler Ungleichheit innewohnende koloniale Gewalt aufzudecken.• Zum anderen beleuchten die Beiträge aber auch das dekolonisierende Potenzial alltäglicher Kämpfe um…

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In diesem Roman prallen spirituelles Gemeinschaftsleben und dörfliche Idylle auf koloniale Verhältnisse, neoliberale Ausbeutung und autoritäre Bürokratie. Den skurrilen Alltag in einem von einer christlichen Universität dominierten Dorf in der ostdeutschen Provinz erfahren die Leser:innen über Arbeitswochenberichte eines atheistischen Dozenten, Praktikumsberichte von Studierenden aus dem Globalen Süden sowie E-Mails der IT-Abteilung. Daniel Bendix, ehemals Team-Mitglied von glokal e.V., erzählt subtil von Rassismus und Political Correctness, von guten Absichten und blinden Flecken, ohne dabei moralisch zu werden, sondern mit Witz – wobei das Lachen meist im Hals steckenbleibt. Der Roman behandelt auf humorvolle, satirische Art drängende politische Themen wie globale Ungleichheit…

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In dem Beitrag von Gülcan Cetin für unser Projekt „Medizinische Versorgung für Alle? Methoden, Wissen und Handlungskompetenz zu globaler Ungerechtigkeit in medizinischer Versorgung am Beispiel der Corona Pandemie“ thematisiert die Autorin das weltweit anerkannte, standardisierte System zur Klassifizierung medizinischer Diagnosen in sog. ICD-10 Codes. Es ist kein seltenes Phänomen, dass vor allem Mediziner:innen aus dem globalen Norden bei BIPOC Patient:innen bzw. Menschen aus dem globalen Süden bei der Erstellung einer konkreten Diagnose Schwierigkeiten haben. Der Beitrag kann hier eingesehen werden: Warum der Morbus Bosporus keinen ICD-10 Code besitzt Gülcan Cetin ist Webvideokünstler:in beim öffentlich-rechtlichen geförderten YouTube Kanal“Datteltäter”. Mit ihrer Leidenschaft…

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In dem Beitrag von Shreyasi Bhattacharya für unser Projekt „Medizinische Versorgung für Alle? Methoden, Wissen und Handlungskompetenz zu globaler Ungerechtigkeit in medizinischer Versorgung am Beispiel der Corona Pandemie“ wird der Medizintourismus in Ländern des Globaln Südens thematisiert. Im Zentrum der Debatte stehen hierbei Privilegien, ethisches Verhalten und die potenziellen Auswirkungen des sogenannten „White Saviorism“ in entwicklungspolitischen Kontexten der Medizin. Der Beitrag kann hier eingesehen werden: Medizinischer Voluntourismus in Ländern des Globalen Südens. Das Projekt „Medizinische Versorgung für Alle? Methoden, Wissen und Handlungskompetenz zu globaler Ungerechtigkeit in medizinischer Versorgung am Beispiel der Corona Pandemie“ wird gefördert durch Engagement Global mit finanzieller…

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In dem Beitrag von Dr. Säli El Mohands für unser Projekt „Medizinische Versorgung für Alle? Methoden, Wissen und Handlungskompetenz zu globaler Ungerechtigkeit in medizinischer Versorgung am Beispiel der Corona Pandemie“ wird problematisiert, dass Sexualität in arabischsprachigen Ländern oft mit einer Tabuisierung, fehlender Aufklärung und Kontrolle der Sexualität von oftmals weiblichen und queeren Körpern verbunden ist. Während Feminist:innen in westlichen Ländern und im globalen Norden sich eine Befreiung aus solch kontrollierenden Strukturen wünschen und meistens auch durchsetzen, ist dies für Frauen und anderen Menschen aus der FLINTA-Community in arabischsprachigen Ländern oft nicht möglich, da sie meistens finanziell, gesellschaftlich und emotional abhängig…

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In dem Beitrag von Roja Massoumi für unser Projekt „Medizinische Versorgung für Alle? Methoden, Wissen und Handlungskompetenz zu globaler Ungerechtigkeit in medizinischer Versorgung am Beispiel der Corona Pandemie“ schreibt die Autor:in, dass Psychologie und Psychotherapie von einem eurozentristischen Weltbild geprägt sind. Sie fokussieren in ihren Diagnosen und Behandlungen von psychischen Störungen ausschließlich westliche Lebensrealitäten und Weltanschauungen (Mills, 2014). Westliche Glaubensansätze (also jene aus dem Globalen Norden) werden als allgemeingültig betrachtet, während nicht westliche Wissenssysteme und Heilungspraktiken (also jene aus dem Globalen Süden) unterdrückt oder untergeordnet werden. Roja Massoumi ist Psychologin und Psychotherapeutin in Ausbildung. Der Beitrag kann hier eingesehen werden:…

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In dem Beitrag von Paula Graciela Kahn für unser Projekt „Medizinische Versorgung für Alle? Methoden, Wissen und Handlungskompetenz zu globaler Ungerechtigkeit in medizinischer Versorgung am Beispiel der Corona Pandemie“ argumentiert die Autorin, dass historische Massengewalt der Weltbevölkerung, den Ökosystemen und der biologischen Vielfalt transgenerationale Traumata zugefügt hat. Daher müssen wir überlegen, was wir von der traditionellen rituellen Verwendung Indigener Pflanzenmedizin und der aufkommenden psychedelischen Psychopharmakologie lernen können, um die Machtverhältnisse zwischen dem „Globalen Norden“ und dem „Globalen Süden“ zu verändern und dabei epigenetische Schäden auf individueller und kollektiver Ebene zu heilen. Paula Graciela Kahn ist eine Maya-Ibero-Ashkenazi-Jüdin der ersten Generation,…

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In dem Beitrag von Dennis Kirschbaum für unser Projekt „Medizinische Versorgung für Alle? Methoden, Wissen und Handlungskompetenz zu globaler Ungerechtigkeit in medizinischer Versorgung am Beispiel der Corona Pandemie“ wird thematisiert, wie die Covid-19-Pandemie die Risse in unserer Weltgesellschaft auf unerbittliche Weise offenlegte. Eines der größten Hindernisse für eine weltweit gerechte Versorgung mit Impfstoffen, Medikamenten, Diagnostika und Medizintechnik ist das Patentsystem.Der von Südafrika und Indien im Oktober 2020 vorgeschlagene Waiver – eine global vereinbarte und in der Welthandelsorganisation (WTO) verankerte Verzichtserklärung von geistigen Eigentumsrechten auf Covid-19 Medizinprodukte für die Zeit der Pandemie – kann die Produktion der dringend benötigten Impfstoffe massiv…

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In dem Beitrag von Nafkumbi Negeri für unser Projekt „Medizinische Versorgung für Alle? Methoden, Wissen und Handlungskompetenz zu globaler Ungerechtigkeit in medizinischer Versorgung am Beispiel der Corona Pandemie“ erläutert die Autorin, dass die ungleiche Entwicklung der Länder des globalen Südens, ausgelöst durch den globalen Norden, darauf abzielt, die eigenen Verwertungsinteressen zu bedienen. Diese Strategie basiert auf einer gezielten Anwerbung bereits ausgebildeter Fachkräfte aus anderen Ländern, um den eigenen Humankapitalbestand zu erweitern. In Folge geraten Länder im globalen Süden, die ihre talentiertesten Köpfe verlieren, in eine Schieflage, was ihnen die Errichtung dringend benötigter Institutionen für eine flächendeckende gesundheitliche Versorgung erschwert. Diese…

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In dem Beitrag von N ́joula Agnes Baryoh und Ngozi Katharina Odenigbo (black in medicine) für unser Projekt „Medizinische Versorgung für Alle? Methoden, Wissen und Handlungskompetenz zu globaler Ungerechtigkeit in medizinischer Versorgung am Beispiel der Corona Pandemie“ beschäftigen sich die Autor*innen mit Rassismus in der Geschichte der Medizin. In dem Artikel wird deutlich, dass Schwarzen Menschen das Schmerzempfinden abgesprochen, sowie Schwarze Körper seit Jahrhunderten als Experimentierobjekt genutzt wurden. Der Beitrag kann hier eingesehen werden: Medizin für Alle? Rassismus in der Medizin in Geschichte und Gegenwart. Das Projekt „Medizinische Versorgung für Alle? Methoden, Wissen und Handlungskompetenz zu globaler Ungerechtigkeit in medizinischer…

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