Autor: glokal e.V.

glokal e.V. ist ein Berliner Verein für machtkritische Bildungsarbeit, der seit 2006 in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung tätig ist.

Tania Canas von der australischen Organisation RISE hat  eine Liste von 10 Punkten für Künstler_innen veröffentlicht, die mit geflüchteten Menschen Projekte umsetzen wollen. Canas betont, dass Künstler_innen immer wieder ein eingeschränktes Verständnis ihrer eigenen Voreingenommenheit und Privilegien an den Tag legen würden. Eine deutsche Übersetzung ihrer Empfehlungen findet sich auf der Webseite von Kultur öffnet Welten: 1. Prozess, nicht Produkt. Wir sind keine Ressource, die sich in dein nächstes Projekt einspeisen lässt. Du magst in Deiner speziellen Kunst talentiert sein, aber glaube nicht, dass dies automatisch zu einem ethischen, verantwortungsvollen und selbstbestimmten Prozess führt. Beschäftige Dich mit der Entwicklungsdynamik von…

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Zwei junge Sintezza erzählen im Dokumentarfilm von Katrin Seybold und Melanie Spitta über ihr Leben, über Schule und ihre Arbeit und über die Schwierigkeit, gelebte Traditionen ihrer Umwelt gegenüber zu behaupten. Zuschreibungen, die Sint_ezza von der Mehrheitsgesellschaft erfahren, werden im Film aufgegriffen und aus einer Betroffenen-Perspektive heraus besprochen. Schimpft uns nicht Zigeuner | Katrin Seybold, Melanie Spitta | BRD | 1980 | Deutsch | Kurz-Dokumentarfilm.

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Im Sommer 2015 wurde das Institut für Postkoloniale Studien an der Universität Frankfurt von Studierenden, Forschenden und Interessierten des “Frankfurt Research Center for Postcolonial Studies“ (FRCPS) gegründet. Die Einrichtung versteht sich als Fortführung und Weiterentwicklung des FRCPS, dessen Hauptaufgabe darin bestand, postkoloniale Theorie in der Hochschullandschaft zu verankern und kritische Theorien, die nicht eurozentrisch sind, in den Fokus zu rücken. Mit dem Ausscheiden von Prof. Dr. Nikita Dhawan fand das FRCPS sein formales Ende. Auf der Agenda des “Institutes für Postkoloniale Studien“ steht nun die Durchführung von Lesekreisen, autonomen Tutorien, kritischen Workshops, der Aufbau eines Blogs und die konkrete Organisation von…

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https://vimeo.com/132930560 „When Neo wakes up one morning, she has no clue this is the day she will be meeting Superman.“ Meeting Superman ist ein außergewöhnlicher, kraftvoller und inspirierender Kurzfilm von Mokoari Street Productions über eine ungewöhnliche Begegnung in den Straßen von Berlin. Das Werk aus dem Jahr 2015 kann hier angeschaut werden. Meeting Superman | Hannah Stockmann| 2015 | Deutschland | Deutsch | Kurzfilm | 12 min.

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“Decolonising the Mind: The Politics of Language in African Literature“ ist das Werk des bekannten kenianischen Autors und Postkolonialismus-Theoretikers Ngũgĩ wa Thiong’o. In seiner Essay-Sammlung befasst sich Ngũgĩ wa Thiong’o mit Sprache und ihrer konstitutiven Rolle für nationale Kulturen, historische Prozesse und Identitätsbildung. Er plädiert für eine lingusitische Dekolonisierung. Der Band ist in vier Essays gegliedert, die immer wieder Teile aus Vorlesungen des Kulturwissenschaftlers enthalten: „The Language of African Literature“, „The Language of African Theatre“, „The Language of African Fiction“, and „The Quest for Relevance“. Seine zentrale These ist die von Sprache als Kommunikation und als Kultur; beide stellen sich gegenseitig…

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Im April 2016 rief die Standing Rock Sioux Nation zur Unterstützung aller indigenen Völker gegen die Dakota Access Pipeline (DAPL) auf. Die DAPL bedroht das Wassersystem von Millionen entlang des Missouri, vor allem aber Standing Rock. Seit September 2016 schickten Hunderte von Nations Unterstützungsbriefe und Tausenden schlossen sich der Versammlung am Sacred Stone Camp an. Trotz illegaler Taktiken, Fehlinformation durch Medien, Angriffe von Corporate Söldnern und Verhaftungen durch die Polizei entschloss sich die Versammlung ruhig zu bleiben und die Schändung nicht zulassen. Sie bauen eine sich komplett selbstversorgende Stadt mit erneuerbaren, „earth friendly“ Energien für alle Nations. Standing Rock Sioux…

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Gegenstand der Anthologie “Raus Rein“ von Marion Hulverscheidt und Hendrik Dorgathen ist die Kolonialschule Witzenhausen. Die Institution wurde 1898 gegründet und war einzigartig in Deutschland. Witzenhausen diente dazu, Studierende auf ein Leben in den Kolonien vorzubereiten. Anhand historischer Dokumente entwerfen die Autor_innen in Form einer fiktiven Narration unterschiedliche Text-Bild-Kombinationen. Über Geschichten, Zeichnungen, Interviews, Comics und Fotos wird im Buch ein kritischer Blick auf ein bislang unbekanntes und folgenschweres Kapitel deutscher Kolonialgeschichte geworfen. Marion Hulverscheidt, Hendrik Dorgathen (Hg.) 2016: Raus Rein. Texte und Comics zur Geschichte der ehemaligen Kolonialschule in Witzenhausen. Berlin: avant. Falls ihr keinen unterstützenswerten Buchladen bei euch in der…

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In „Entfernte Verbindungen“ gehen Frauen unterschiedlicher gesellschaftlicher Positionierungen den Fragen nach, wie Rassismus, Antisemitismus und Klassismus den Umgang von Frauen miteinander bestimmen und wie sie ihre politische Theoriebildung und Praxis prägen. „Entfernte Verbindungen“ enthält Texte, die über Ausgrenzungserfahrungen und über Wege zur gegenseitigen Unterstützung sprechen und Möglichkeiten persönlicher und politischer Bündnisse aufzeigen. Ika Hügel, Chris Lange, May Ayim u.a. (Hg.) 1999: Entfernte Verbindungen. Rassismus, Antisemitismus, Klassenunterdrückung. Berlin: Orlanda.

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In „Der gute Deutsche“ erzählt Christian Bommarius die Geschichte von Manga Bell, dem Sohn eines kamerunischen Machthabers, der zur Zeit der deutschen Kolonialherrschaft in Deutschland studierte und ermordet wurde. „In der ruhmlosen deutschen Kolonialgeschichte dürfte das Kapitel über Kamerun eines der finstersten sein. Die unter fragwürdigen Begleitumständen ergaunerte Kolonie wurde in einträglicher Zusammenarbeit zwischen wilhelminischen Kolonialbeamten und ehrbaren Kaufleuten in ein Inferno für die versklavte Bevölkerung verwandelt. Einem Sohn des ehemaligen Königs wurde dennoch gestattet, in Deutschland Jura zu studieren. Als Prinz Manga Bell allerdings vom Gelernten Gebrauch machte und vor Gerichten gegen die deutschen Gräueltaten in seiner Heimat klagte,…

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Das Buch „Post Traumatic Slave Syndrome“ der Wissenschaftlerin Joy DeGruy ist das Resultat einer jahrelangen historischen und psychologischen Forschung. Post Traumatic Slave Syndrome (PTSS) beschreibt ein Set von Verhaltensweisen, Glaubenssätzen und Handlungen, das mit multi-generationalem Trauma von Afro-Amerikaner_innen im Zusammenhang steht. PTSS beinhaltet unter anderem ein nicht-diagnostiziertes und unbehandeltes Post-Traumatisches Stress Syndrom bei versklavten Afrikaner_innen und ihren Nachkommen. Joy DeGruy zufolge bedeutet PTSS, dass Jahrhunderte der Versklavung in den USA, auf die systematischer und struktureller Rassismus und Unterdrückung gefolgt sind, zu generationen-übergreifenden krankmachenden Verhaltensweisen geführt haben, die als Überlebensstrategien dienen. Laut DeGruy kann das Post Traumatic Slave Syndrome nicht einfach…

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In “Talking Back“ analysiert die Wissenschaftlerin Claudia Unterweger die Strategien der Geschichtsschreibung einer Schwarzen Forschungsgruppe in Österreich. Ziel ist unter Anderem, Schwarze Menschen in der Gegenwart zu stärken und die eigene verschüttete Geschichte zu bergen. “Die österreichische Geschichtsschreibung über Menschen afrikanischer Herkunft spiegelt deren gegenwärtige Repräsentation in der österreichischen Öffentlichkeit wider. Sichtbar als stumme, fremd-definierte Objekte und zugleich unsichtbar als handelnde Subjekte tauchen sie vorwiegend als exotisierte oder kriminalisierte ‚Andere‘ auf. Verborgen bleiben häufig Realitäten und Erzählungen aus Schwarzer Perspektive.“ Buchbeschreibung des Verlages In den Jahren 2005/2006 gründete sich das Projekt „Schwarze Österreichische Geschichte“, um die historischen und gegenwärtigen Erfahrungen…

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[youtube id=“0lG1s5iMsZE“] Der Film “Hoffnung im Herz“ unter der Regie Maria Binders zeigt als einzigartiges Dokument Etappen des Lebens und Wirkens der Künstlerin, Wissenschaftlerin und Schwarzen Deutschen Aktivistin May Ayim. Ein besonderes Augenmerk liegt auf ihrem dichterischem Werk. Im Film sind Sequenzen enthalten, die May Ayim bei Performances in Südafrika und in Deutschland zeigen. May Ayim ist eine zentrale Figur der Afro-Deutschen Bewegung. Als erste Wissenschaftlerin untersuchte sie – allen institutionellen Widerständen zum Trotz – die Geschichte und Lebenssituation Schwarzer Frauen in Deutschland. Bekannt wurde May Ayim durch ihre Lyrik und Gedichte wie „Blues in Schwarz Weiß“ oder „Grenzenlos und…

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