Den Artikel Support Indigenous Rights: Abolish Columbus Day veröffentlichte Bill Bigelow auf der Plattform Common Dreams anlässlich des “Columbus Day“ im Rahmen der Kampagne Abolish Columbus Day. Er ruft dazu auf, den Feiertag endlich abzuschaffen und stattdessen einen “Indigenous Peoples Day“ einzuführen. Im Text spricht der Autor über die fatale (symbolische) Wirkung des Feiertages, über Gegenbewegungen, über gegenwärtige Kämpfe von Nations – im besonderen der Standing Rock Sioux Nation gegen die Dakota Access Pipeline (DAPL) – und das Narrativ der „Entdeckung Amerikas“ durch Christopher Columbus, das einem Buch Genesis-gleich hegemoniale Diskurse und Geschichtsschreibung konstituiere und immer weiter Leid, Gewalt…
Autor: glokal e.V.
https://www.youtube.com/watch?v=hDd3bzA7450 Fusion Comedy hat ein pointiertes und kluges Video veröffentlicht, in dem das Phänomen “Microagressions“ am Beispiel von Mückenstichen veranschaulicht wird. Der Clip kann hier angesehen und angehört werden.
In der Rethinking-Reihe ist bei Rethinking Schools in zweiter, erweiterter Auflage der Band Rethinking Columbus – The next 500 years von Bill Bigelow und Bob Peterson erschienen. Die Broschüre, die als Erstauflage schon 1991 herausgegeben wurde, beantwortet die Frage, warum der Mythos und die Figur Christopher Columbus auf den Prüfstand gestellt gehören: Der Mythos Christopher Columbus sei eine Grundlage für das, was Kinder über Gesellschaft und deren Ordnungen lernen. Columbus sei oftmals die erste Lektion, die Kinder über kulturelle Begegnungen erhielten. Die Legende eines mutigen Abenteurers übermittele jungen Menschen, welche Version von historischen Ereignissen zu gelten habe, und welche…
Rethinking Schools ist ein Projekt sowie ein Verlag, der Lehrmaterialien mit den Schwerpunkten Urban Schools und Rassismus (in den Amerikas) herausgibt. Der Verlag entstand bereits in den 1980er Jahren aus der Vision einer Gruppe von Lehrenden in der Milwaukee-Area heraus: Nicht nur die Lehre in den eigenen Klassenräumen sollte verbessert werden, sondern das gesamte System öffentlicher Schulen in den USA sollte sukzessive refomiert werden. Im Fokus standen dabei Inhalte verwendeter Lehrmaterialien, standardisierte Testverfahren und Lehrbuch-fixierte Curricula. Das Projekt Rethinking Schools, das inzwischen mit enormer Reichweite agiert, verfolgt weiterhin das Ziel, dass öffentliche Bildung und Lehre Ausgangsort einer menschenwürdigen und…
In der Publikation „Das Märchen von der Augenhöhe – Macht und Solidarität in Nord-Süd-Partnerschaften“ hat glokal e.V. zehn Aktivist*innen, Engagierte und NRO-Mitarbeitetende aus globalem Süden und Norden zusammengebracht, um unterschiedliche Aspekte der NRO-Strukturen, Schulpartnerschaften, Freiwilligendienste und Solidaritätsarbeit zu beleuchten. Eine theoretische Einleitung macht den historisch-politischen Rahmen fassbar und eine Reflexions- und Praxishilfe unterstützt Leser*innen bei der Analyse und Transformation des eigenen Engagements. Augenhöhe und Partnerschaft sind Formulierungen, die gerne und oft in der Nord-Süd-, Solidaritäts- oder ‚Entwicklungszusammenarbeit‘ gebraucht werden. Sie sollen Fortschrittlichkeit signalisieren und Gleichberechtigung demonstrieren. Doch reichen die Begriffe über Rhetorik hinaus? Wie sind Denkmuster und Strukturen in Nord-Süd-Partnerschaften…
Nach wie vor wird jedes Jahr am 12. Oktober in einigen Staaten der Amerikas offiziell „Columbus Day“ gefeiert. An diesem Tag jährt sich die Invasion durch Christopher Columbus 1492 und damit der Beginn der europäischen Kolonisation und Gewaltherrschaft. Seit Jahren protestieren verschiedene Gruppen und Einzelpersonen, allen voran das American Indian Movement (AIM) und andere Selbstorganisationen von Native Americans gegen den Feiertag und fordern stattdessen die Einführung eines Indigenous Peoples Days. Rethinking Schools und das Zinn Education Project haben die Kampagne Abolish Columbus Day gestartet, die dazu aufruft, den „Columbus Day“ abzuschaffen und damit die Verbrechen Columbus‘ nicht weiter zu feiern. Stattdessen…
https://vimeo.com/132494644 Sakej Ward ist Mi’kmaw aus dem Bezirk Esgenoopetitj. Er ist Krieger, Aktivist und Pädagoge. Zu seinen Themen gehören indigene Souveränität, Befreiung vom Kolonialismus und Gerechtigkeit für Völkermord. Außerdem unterrichtet er Überlebensfähigkeiten, Selbstverteidigung (vor allem auch für Frauen) und Strategiekurse zur Landfrage. Ward ist klarer Anti-Kolonialist. Er glaubt, dass die Europäer*innen Verantwortung für ihre Verbrechen gegen indigene Völker übernehmen müssen und dass Versöhnung nur unter indigenen Bedingungen geschehen kann. Wichtig zu beachten: „Krieger“ hat in Wards Sprache nicht die gleiche Bedeutung wie im Deutschen oder Englischen. Es bedeutet vielmehr: „Personen, die die Last des Friedens tragen“. Weitere Videos von Sakej…
Im Buch beschreibt Bino Byansi Byakuleka sein Aufwachsen in Uganda, die permanente Überwachung in deutschen Aufenthaltslagern und schließlich seinen Aufbruch in einen Protest hinein, der kraftvoll und unermüdlich Freiheit und Rechte für Refugees einfordert. Lydia Ziemke zeigt im zweiten Text des Doppel-Essays, der von ihrer künstlerischen Zusammenarbeit mit Refugees motiviert ist, dass Freiheit und Rechte nur aus einem umfassenden gesellschaftlichen und politischen Umdenken resultieren können. Der Band ist sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch erhältlich. Er kann auch vollständig als pdf heruntergeladen werden. Patras Bwansi, Lydia Ziemke 2015: My name is Bino Byansi Byakuleka. Berlin: mikrotext.
In diesem Sammelband, herausgegeben von Maren Ziese und Caroline Gritschke, werden Formate und Konzepte für ein neues Praxisfeld der Kulturellen Bildung vorgestellt. Die Autor_innen der einzelnen Beiträge stellen dabei die folgenden Fragen ins Zentrum ihrer Diskussionen: Wie können Menschen, die auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung, Hunger und wirtschaftlicher Not in Deutschland ankommen, ihre Rechte auf Bildung undgesellschaftliche Teilhabe wahrnehmen? Was sind geeignete Formate der Kulturellen Bildung, um auf die Realität der Geflüchteten aufmerksam zu machen und um Vernetzung und Solidarisierung herzustellen? Beiträge stammen von Maria do Mar Castro Varela und Alisha Heinemann, Sandrine Micossé-Aikins und Bahareh Sharifi, Leila…
Bino Byansi Byakuleka, Aktivist für die Rechte von Refugees und LGBTQI, Gründer der African Refugees Union (ARU) und der Kampagne “We are born free!“ hat unter dem gleichnamigen Titel ein Manifest gegen die Entmenschlichung von Minderheiten und für die Freiheit aller Menschen verfasst. Unter den beiden Punkten 1.: „Fundamental ideological change of individuals, groups and societies with regard to: Political, economical, social and cultural aspects today“ 2.: „Fundamental practical strategies“ führt er aus, welche Prozesse und welche konkreten Schritte notwendig sind, um als Menschen in kapitalistischen Verhältnissen einen Zustand von Freiheit für alle Menschen zu erkämpfen und Ängste zu…
Im September 2016 sendete das Kulturradio RBB einen ausführlichen Bericht über die koloniale Vergangenheit Deutschlands, die weit in die Gegenwart hineinreicht, und über Initiativen, die Aufarbeitung fordern, Widerstand leisten und empowernde Projekte vor Ort etabliert haben. Wortbeiträge liefern unter anderem Israel Kaunatjike vom Bündnis “Völkermord verjährt nicht!“, Philipp Khabo Koepsell von Each One Teach One (EOTO) e.V., Dörte Lerp vom Projekt “Kolonialismus im Kasten?“ und Christian Kopp von “Berlin Postkolonial“. Die Sendung Vernarbte Gebiete von Tina Heidborn kann hier angehört werden. „Von 1904 bis 1908 führte das Deutsche Kaiserreich einen vernichtenden Krieg im damaligen „Deutsch Südwestafrika“. Erst jetzt, rund 110 Jahre später,…
My Right Is Your Right! wurde im November 2014 ins Leben gerufen und ging aus dem Wunsch unterschiedlicher Akteur_innen hervor, sich stärker in die herrschende “Flüchtlingspolitik“ einzumischen. Teil des Bündnisses, das als Kampagne im Ballhaus Naunynstraße in Berlin begann, sind Aktivist_innen, Kulturschaffende, Jurist_innen, Geflüchtete, Kirchenvertreter_innen, Gewerkschafter_innen, Nachbarschaftsinitiativen, Einzelpersonen und Andere. Ziel der Initiative, deren Engagement von den Protesten und der Organisierung der Geflüchteten aus der Gerhart-Hauptmann-Schule und vom Oranienplatz in Berlin motiviert ist, ist es, gemeinsam politische Veränderungen anzustoßen. In Arbeitsgruppen und in einer Koordininationsgruppe wurde ein neues breites Netzwerk und eine (Online-)Plattform zum Austausch von Projekten und Aktionen…