Biskaya ist ein afropolitaner Roman über das Leben Schwarzer Menschen in Berlin von SchwarzRund. Im Buch schildert die Autorin einen Alltag zwischen diasporischen Lebensrealitäten, Psychiatrie und queerer Wahlfamilie. Die Protagonistin Tue ist mit drei Elternteilen aufgewachsen und verdient ihr Geld als Sängerin einer deutschsprachigen Indie-Band. Während ihr sowohl die anderen Bandmitglieder als auch ihre WG immer fremder werden, findet sie Ruhe bei Matthew, ihrer Wahlfamilie. Mit ihrem Roman schildert SchwarzRund nachvollziehbar, wie es ist, in einem Land von Weißen Schwarz zu sein, ohne dies mit Bezugspunkten auf dem afrikanischen Kontinent verbinden zu können. Vgl. Buchbeschreibung auf SchwarzRund SchwarzRund 2016: Biskaya. Wien: Zaglossus.…
Autor: glokal e.V.
Das Themenheft Globalisierung – Materialien zur Unterrichtsvorbereitung von der Rosa Luxemburg Stiftung nimmt Globalisierung in ihrem aktuellem Stadium und in unterschiedlichen Dimensionen in den Blick. Im Zentrum stehen die Perspektiven von Menschen, die von ihren Negativauswirkungen betroffen sind. Das Material richtet sich in erster Linie an Lehrende der Sekundarstufe II, vorwiegend im Fächerspektrum Sozialwissenschaften/Wirtschaft/Politische Bildung. Die Arbeitsvorschläge im Heft können außerdem an Lernende der Sekundarstufe I unterschiedlicher Schulformen angepasst werden. Die fünf Kapitel im Heft gliedern sich in die Themenbereiche 1. Warum werden Smartphones in China produziert? 2. Warum sind unsere Klamotten so billig? TextilarbeiterInnen in Bangladesh und der Weltmarkt…
https://www.youtube.com/watch?v=hXx5_HK-qjQ „Reproduktive Rechte wird im Mainstream oft verstanden als Recht auf Abtreibung und Verhütung. Schwarze Feminist*innen entwickelten dagegen einen breiteren intersektionalen Ansatz der Reproduktiven Gerechtigkeit.“ Beschreibung des Interviews auf YouTube Für wen gilt eigentlich das proklamierte Recht auf Fortpflanzung? Wer wird befreit und welche neuen Zwänge drohen? Welche Erfahrungen und Kämpfe stecken dahinter? Diese Fragen beantwortet die Wissenschaftlerin und Aktivistin Emilia Roig im Interview mit Hengameh Yaghoobifarah.
Das Netzwerk rassismuskritische Migrationspädagogik ist ein Forum von Menschen aus den Bereichen Soziale Arbeit, Schule, Bildung und Hochschule. Gemeinsame Basis ist eine machtkritische Perspektive auf Phänomene der Migrationsgesellschaft, die im erziehungswissenschaftlichen Fachdiskurs, in der pädagogischen Praxis und in den politischen und Alltagsdiskursen mit dem Label >>Interkultur<< versehen würden, so schreiben die Verantwortlichen der Initiative. Das Netzwerk führt regelmäßige Treffen zur Vernetzung und Qualifizierung durch und stellt auf seiner Webseite sowie in einem regelmäßigen Newsletter Informationen über politische Kampagnen, Veranstaltungen und Tagungen bereit. Außerdem finden sich auf der Website Literatur(-Hinweise) und andere Materialien aus dem Bereich Rassismuskritik und rassismuskritischer Migrationspädagogik.
”Wir hatten den Eindruck, dass es an Methoden für die Bildungsarbeit zu dem uns wichtigen Thema Wirtschaftswachstum und Postwachstum fehlte und wollten diese Lücke schließen.” Diesem Anspruch folgend entwickelten FairBindung e.V. und das Konzeptwerk Neue Ökonomie im Jahr 2012 ein Methodenheft (Erstauflage) mit dem Titel Endlich Wachstum. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie eine Welt aussehen kann, in der alle Menschen innerhalb der ökologischen Grenzen der Erde gut leben können. Auf der Website von Endlich Wachstum werden zusätzliche Materialien zum Thema und zu angrenzenden Themenfeldern angeboten. Unter Bereichen wie „Funktion und Mythen des Wachstums“, „Konkurrenz oder Kooperation“ oder „Wirtschaft und ich?“…
Franziska Müller und Daniel Bendix dekonstruieren das Image des vermeintlich politisch progressiv auftretenden Dickhäuters hinsichtlich der vermittelten Äußerungen rund um Nord-Süd-Fragen. Aus postkolonialer Perspektive wird in jenen Folgen, in denen Benjamin Blümchen sein angestammtes Terrain verlässt und ins Ausland (Tansania, USA, Nordpol) reist, nach Rassialisierungen und Exotisierungen gesucht. Des Weiteren werden geschichtliche (De-)Kontextualisierungen und das Rollenrepertoire des Protagonisten in anderen Kulturen analysiert. Die Autor*innen fragen auch nach Erweiterungsmöglichkeiten, die das herrschaftskritische, eigenwillige Potential der Benjamin-Folgen stärken könnten und Kinder in der historisch-politischen Sozialisation unterstützen. Daniel Bendix, Franziska Müller 2016: Kolonisator, Helfer und Kosmopolit: “Ja, das bin ja ich, Benjamin Blümchen,…
Lolo Diklo – Rromani against Racism ist eine Webseite, die in englischer Sprache Informationen über Gadje-Rassismus in Italien liefert. Die Initiator_innen der Webseite sagen über sich selbst: “We are an organization dedicated to raising awareness about the history, culture and true lives of Romani people worldwide. We confront racism and oppression wherever we encounter it. We try to make connections with all the ‚isms‘ that make up western culture.“
The African Courier ist ein Magazin über Politik und Gesellschaft unterschiedlicher afrikanischer Länder und über afrodiasporische Erfahrungen weltweit. Der African Courier wird in Deutschland herausgegeben und erscheint außerdem in Kamerun, Gambia, Ghana, Kenia, Liberia, Nigeria, Sierra Leone in Südafrika sowie in einigen Ländern West-Europas. Die Zeitschrift wurde gegründet, um den in Europa vorherrschenden eindimensionalen Afrikabildern von Krankheit, Armut und Kriege, realistische und vielfältige Perspektiven entgegenzusetzen. Im Magazin, das alle zwei Monate erscheint, gibt es neben den Bereichen „Africa“, „Europe“; „Business and Development“ oder „News and International“ auch die Bereiche „My life in Germany“ oder „Black People in Germany“: Unter dieser…
Bin ich schuldig? ist ein Interviewprojekt, das sich mit dem tief verwurzelten Rassismus in allen Gesellschaftsbereichen in Deutschland befasst und zu seiner Sichtbarkeit beitragen will. Dazu werden Expert_innen mit Rassismuserfahrung aus unterschiedlichen Bereichen befragt. Im Zentrum steht die Frage “Wie machen wir uns – als Teil einer weißen deutschen Gesellschaft – direkt oder indirekt des Rassismus schuldig?“ Die Initiative ist aus einem Seminar mit dem Titel „Schulden in Afrika“ an der Humboldt Universität Berlin im Institut für Asien- und Afrikawissenschaften entstanden. Während sich das Seminar mit Schulden in einem wirtschaftlich-ökonomischen Sinn befasst hat, soll es im Projekt um die Fragen moralischer…
Bühnenwatch ist ein Zusammenschluss von Aktivist_innen of Color und weißen Aktivist_innen, deren Ziel es ist, rassistische Praxen auf deutschen Bühnen zu beenden. Zukünftig sollen sowohl rassistische Darstellungsformen wie Blackface als auch Diskriminierung von Schauspieler_innen of Color verhindert werden. Die Gruppe gründete sich im Zuge der Auseinandersetzungen um die rassistische Blackface-Inszenierung am Schlossparktheater und die sich anschließende Debatte. Anliegen des Bündnisses ist es außerdem, Menschen zu ermutigen, selbst aktiv zu werden, Aufklärungsarbeit zu leisten und wo nötig, kritisch zu intervenieren. Auf der Website von Bühnenwatch finden sich vielfältige Informationen zum Thema: So zum Beispiel Textbeiträge Schwarzer Kulturschaffender, Material über die Aktionen…
The Romani Elders ist eine Website, die Werke und Errungenschaften von “Romani Elders“ würdigt. Die Website der European Roma Cultural Foundation (ERCF) dient dazu, Erfahrungen und Wissen von Romani Elders sichtbar zu machen und Erinnerungen vorrangegangener Kämpfe aufrecht zu erhalten. Ziel der Romani Elders ist es, durch ihr Wirken zu gesellschaftlichem Wandel und einem friedlichen Miteinander aller Menschen in Europa beizutragen. Das generationenübergreifende Projekt will seinen Wissens- und Erfahrungsschatz an die jüngeren Generationen weitergeben. Rrom_nja-Rights Aktivismus soll dadurch ein tragfähiges Fundament erhalten und mit einer inter-generationalen Sensibilität ausgestattet werden, die dazu befähigt, die vergangenen Rrom_nja-Struggles mit zukunftsweisendem Aktivismus zu verbinden.…
Ezra Jack Keats ist ein weißer US-Amerikanischer, jüdischer Autor, der bereits in den 1960er Jahren Kinderbücher geschrieben und illustriert hat, die Kinder of Color in den Mittelpunkt ihrer Handlung stellen. Als Vertreter des Multikulturalismus intervenierte Keats mit seinen Büchern in den Kanon „klassischer“ Kinderbuchliteratur. Mit seiner Figur Peter in „The Snowy Day“, dem ersten Schwarzen Protagonisten in einem in den USA veröffentlichten Kinderbuch, schuf der Autor eine Identifikationsfigur für unzählige Afro-Amerikanische Kinder. Die Handlungen sind im urbanen Raum der USA angesiedelt und erzählen realistische Geschichten aus dem Alltag von Kindern. Auch heute sind zahlreiche Bücher des Autors als Lektüre für junge…