Die Understanding Slavery Initiative ist ein Projekt in Großbritannien, das in Zusammenarbeit mit Archiven und musealen Sammlungen, Qualität und Quantität des Lernens und der Lehre über die transatlantische Sklaverei fördern möchte. Innerhalb der letzten Jahre hat die Organisation mit unterschiedlichen Museen zusammengearbeitet, verschiedene Lehrmethoden entwickelt und kreative Unterrichtseinheiten vor allem in Schulen umgesetzt. Im Fokus der Arbeit der Initiative steht, Menschen zu vermitteln, dass die Geschichte des transatlantischen Menschenhandels und seine Auswirkungen in der Gegenwart nicht nur einzelne Gruppen von Menschen oder bestimmte Nationen betreffen. Stattdessen soll die Aufmerksamkeit auf die globalen und umfassenden Auswirkungen des Versklavungs-Handels gelenkt werden.
Autor: glokal e.V.
https://www.youtube.com/watch?v=ZPDpcYEdiOg Der Videoclip “White Fragility – A workplace training video“ mit Francesca Fiorentini, veröffentlicht vom Nachrichtensender „AJ+“, ist eine satirische Anleitung, die sich der Problemstellung widmet: „How to stop white defensiveness about racism.“ Der Clip ist einem klassischen Training-Video nachempfunden und untertitelt: “Racism in the workplace: What you can do to protect your white employees from hearing about it.“ Dem Inhalt des Videos liegen Alltagserfahrungen von People of Color und das soziologische Konzept weißer Fragilität zugrunde, demzufolge bereits geringe Konfrontation mit dem Thema Rassismus starke emotionale Abwehrreaktionen bei Menschen, die Rassismus ausüben, hervorruft. Aufgegriffen werden zum Beispiel die Themen “Hairpolitics“ und ungleiche Bezahlung sowie andere…
Das Buch schildert Leben und Verfolgung von Sinti und Roma in der NS-Zeit und die versäumte Wiedergutmachung in der BRD aus der Perspektive der Tochter eines Überlebenden. Anita Awosusi ist deutsche Sintezza, Autorin, Bürgerrechtlerin und Künstlerin. „Vater unser“ ist die von ihr verfasste Geschichte des Karlsruher Geigenbauers Hermann Weiß. Er wurde als 15-jähriger von Nationalsozialisten als „Zigeuener“ erfasst und in die Ghettos und Konzentrationslager in Polen deportiert. Nachdem er die Zwangsarbeit im KZ Sachsenhausen überlebt hatte, wurde er von der SS für den Endkampf wieder „deutsch gemacht“. Hermann Weiß kehrte nach Jahren als Überlebender in seine Heimatstadt zurück und wurde…
Auch das neueste Werk des senegalischen Rappers Didier Awadi „Ma Révolution“ ist ein politisches Album. In den einzelnen Titeln werden aktuelle politische und gesellschaftliche Probleme auf dem afrikanischen Kontinent, die regelmäßig mit europäischen Interventionen im Zusammenhang stehen, aufgegriffen und kritisiert. In Album-Titeln wie „Coup d’Etat Démocratique“(“Demokratischer Putsch“), „Génération Consciente“ (“Verantwortungsvolle Generation“) oder „Ce qu’ils disent“ (“Was sie sagen“), die teilweise Elemente aus Reggae enthalten oder in Zusammenarbeit mit Tyronne Downie, dem Pianist der Wailers von Bob Marley, entstanden sind, geht es um die regelmäßigen Putsche in der Region, um das Eingrifen der NATO und scheinheilige Entwicklungshilfe-Diskurse der „Internationalen Gemeinschaft“. “Mit Elementen von…
Erstmalig wird im Dokumentarfilm “Das falsche Wort“ von Melanie Spitta und Katrin Seybold die Verfolgung und Ermordung deutscher Sint_ezza in der Zeit des Nationalsozialismus zusammenhängend aus Sicht der Verfolgten und ihrer Nachkommen dargestellt. Wichtige Bestandteile der Beweisführung sind unveröffentlichte Polizeiakten, Materialien der sogenannten Rasseforscher, und Dokumente der totalen Erfassung und Registrierung. In respektvollen und würdevollen Bildern wird im Film Zeugenschaft abgelegt über den überlebten Genozid, über Tradierung von Rassismus, Ignoranz und Gewalt der weiß-deutschen Gesellschaft nach 1945 bis in die 80er Jahren. Der Film hat eine wundervolle und seltene Stärke und Positionierung in seinen künstlerischen Formen und politischen Ansätzen. Siehe…
Das autobiografische Werk von Emmanuel Mbolela ist die präzise und gleichzeitig bildreich erzählte Geschichte seiner Flucht vom Kongo in die Niederlande. „Mein Weg vom Kongo nach Europa ist ein eindrucksvolles Zeugnis von politischer Gewalt und den fatalen Konsequenzen der EU-Migrationspolitik, aber auch von Widerstand und der Würde der Menschen. Emmanuel Mbolela schreibt in seiner autobiographischen Erzählung über seine politische Aktivität im Kongo und die brutale Repression staatlicher Sicherheitsorgane, die ihn in die Emigration zwingt. Er berichtet auf eindrückliche Weise von der Gewalt und Ausbeutung während der Flucht, dabei kommt er immer wieder auf die besonders dramatische Situation von Mädchen und Frauen…
[vimeo id=“77952994″] In ihrer Performance „Welt ohne Grenzen“ verarbeitet die Künstlerin Julia Friese die Vorgänge um eine Verweigerung von Einreisevisa für das KünstlerInnenkollektiv „Fasokele“ aus Burkina Faso nach Deutschland. „Fasokele“ hätte im Jahr 2013 für eine dreimonatige Aktionstour nach Deutschland kommen sollen. Die Visa wurden von der deutschen Botschaft in Ouagadougou mit absurden Argumenten verweigert, wie afrique-europe-interact berichtet. Das Theaterstück „Welt ohne Grenzen“, das diese Vorgänge aufgreift, wurde im Juli 2013 im Kampnagel Theater Hamburg aufgeführt.
Das American Indian Movement (AIM) ist die größte Selbstorganisation von Native Americans in den USA. Es ist eine spirituelle Bewegung, die von den USA fordert, Native Souveränität ohne Kompromisse anzuerkennen. AIM hat viele Ortsverbände in verschiedenen Städten und Regionen. Ortsverbände haben oft eigene Webseiten, wie z.B. AIM Central Texas, welch auch eine wöchentliche Radiosendung hat.
https://vimeo.com/148883418 Im Jahr 2015 hielt die IniRromnja in der Akademie des Jüdischen Museums in Berlin eine performative Lesung mit Filmbeiträgen zu Ehren Melanie Spittas ab. „Melanie Spitta war eine wegbereitende Filmemacherin und Akteurin der Sintezza- und Romnja -Bewegung. In ihren Filmen und Texten hat sie sich mit dem nationalsozialistischen Genozid an den Rroma und Sinti sowie mit der fehlenden Anerkennung und Entschädigung nach 1945 beschäftigt. Bis in die 1980er Jahre setzte sie sich politisch mit Erinnerungspolitiken und mit Rassismus und Sexismus in der Bundesrepublik nach dem Pharrajmos (Genozid an Rrom*nja) auseinander.“ IniRromnja über Melanie Spitta auf Vimeo. Melanie Spitta drehte gemeinsam mit…
Chinua Achebe gilt als einer der herausragenden englischsprachigen Schriftsteller und als Ikone der englischsprachigen afrikanischen Literatur. Er ist der Begründer der modernen nigerianischen Literatur und erreichte mit dem Genre der afrikanischen Fiktion ein internationales Publikum. Anlässlich des 50. Jahrestages der Veröffentlichung seiner berühmten Novelle „Things Fall Apart“ veröffentlichte Everyman das Werk, gemeinsam mit den „Novellen No Longer at Ease“ und „Arrow of God“ unter dem Titel „African Trilogy“. In „Things Fall Apart“ (Deutsch: „Okonkwo oder Das Alte stürzt“) erzählt Chinua Achebe am Beispiel der Person Okonkwo, wie ein nach etablierten Regeln funktionierendes Gesellschaftssystems (der Igbo) durch das Eindringen christlicher Missionar_innen…
https://www.youtube.com/watch?v=vBA04uNJHKg Hildegard Lagrenne war eine Überlebende des Porajmos und Mitarbeiterin beim Zentralrat Deutscher Sinti und Roma sowie im Dokumentations- und Kulturzentrum des Zentralrats in Heidelberg. Zeit ihre Lebens trat Hildegard Lagrenne für die Bekämpfung von Rassismus gegen Sint_ezza und Rrom_nja ein. Durch ihre öffentliche Bildungs- und Aufklärungsarbeit sowie ihre Veröffentlichungen wurde sie zu einer bekannten Persönlichkeit in der Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sint_ezza und Rrom_nja und prägte die Bewegung entscheidend mit. Eines der wenigen öffentlichen historischen Dokumente, die Hildegard Lagrenne zeigen, ist diese kurze und einprägsame Videosequenz, auf die Romaniphen auf ihrer Website verweisen. Hier erzählt die Bürgerrechtlerin und Überlebende eines Konzentrationslagers über…
https://www.youtube.com/watch?v=J6bAGDAa3Aw Unter dem Namen Duo Z traten die Sinto-Liedermacher Tornado Rosenberg und Rudko Kawczinsky Anfang der 1980er-Jahre auf. 1981 veröffentlichten sie die LP “Ganz anders“, die 13 Lieder umfasst. Mit Titeln wie “Kind im Ghetto“ oder “Das Ordnungsamt“ thematisieren sie den Rassismus gegen Sinti und Rroma in Deutschland. Szenen im Dokumentarfilm „Es ging Tag und Nacht, liebes Kind“ (1982) von Melanie Spitta und Katrin Seybold sind mit Kompositionen von Tornado Rosenberg und Rudko Kawczinsky hinterlegt. Ganz anders. Deutsche Zigeunerlieder ⎢ Duo Z ⎢ Deutschland ⎢ 1981.